Archiv für September 2008

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30. September 2008

Heute habe ich Post bekommen. Klaus Wowereit, der Regierende Bürgermeister von Berlin, lässt mir folgendes mitteilen:

DER REGIERENDE BÜRGERMEISTER   
               VON BERLIN    
             Berlin, den 29.September 2008

- Senatskanzlei III C 3 –

Tel.  030/90 26 2337
Fax: 030/90 26 23 56
E-Mail: horst-peter.schaeffer@senatskanzlei.berlin.de

 

Sehr geehrte Frau Koop,

den Eingang Ihrer an den Regierenden Bürgermeister gerichteten Mail vom 16. September 2008, in der Sie das Thema Einlagewettkämpfe anlässlich der  bevorstehenden Leichtathletik Weltmeisterschaft ansprechen, möchte ich bestätigen.

Ich habe mir erlaubt, Ihren elektronischen Brief, der dem Regierenden Bürgermeister vorlag, an die in dieser Angelegenheit zuständige Berlin Organising Committee 2009 GmbH – z. Hd. Herrn Geschäftsführer Clausen – weiterzuleiten. Sie werden von dort ein Antwortschreiben erhalten. 

Mit freundlichen Grüßen

i.A. gez. H.P. Schaeffer

Der Ball ist also bei Heinrich Clausen. Der kennt immerhin die Mastersszene, obwohl er ein bisschen aus der Übung ist. Also  Heinrich, dann mach mal. Wir werden Dich zur Not auch bestechen, mit einem 5-Liter-Kanister Sprit und einer CD, wenn’s klappt. Informierte wissen um die Effektivität dieser Gaben!

Wirtschaft

22. September 2008

Sehr gern vergleicht sich der Deutsche Leichtathletik-Verband mit einem mittelständischen Wirtschaftsunternehmen. Das kann er auch tun, denn Finanzrahmen, Anzahl der Mitarbeiter, Führung eines eigenen Hauses u.v.m. passen haargenau zu einem Unternehmen.
Wirtschaftsunternehmen sind zudem wie der Deutsche Leichtathletik-Verband auch erfolgsorientiert, ja sie müssen es gar sein, damit der Kuckuck nicht eines Tages an der Türe klebt. Bevor der Kuckuck kommt, werden dann nämlich Konsequenzen gezogen, zum Teil gar schmerzliche im Personal- und Subventionsbereich.
Hier hört aber der Vergleich mit dem DLV abrupt auf. Denn Konsequenzen hat es nur vor vier Jahren gegeben. Damals kam der DLV mit zwei Medaillen (100% mehr als heuer) nach Hause. Rüdiger Nickel, damaliger Sportchef, übernahm die Verantwortung für das Abschneiden und nahm den Hut. Danach begann der Mallow’sche „Aufbruch“, der bei allen Wettkämpfen spürbar war. Bis hin nach Peking war dieser „Aufbruch“ zu spüren, bis er dann zum Einbruch wurde.
Konsequenz: Keine! Warum auch?! Der Aufbruch, Einbruch, Zusammenbruch wird bis Berlin 2009 fortgesetzt bis zum Ermüdungsbruch der jetzigen Mannschaft, die dann in Rente geht.
Bei Wirtschaftsunternehmen hat man übrigens die Variante „Vorruhestand“ eingeführt, um auch Ermüdungsbrüchen zuvorzukommen. Man ist eben besser und konsequenter bestellt in einem mittelständischen Wirtschaftsunternehmen.
Peter Nolte

Willkommen

21. September 2008

Heute, am 21. September 2008, veröffentlicht der lokale Ausrichter diese Ankündigung zum DAMM Endkampf 2008 in München.  Der war, wie wir wissen, gestern

21.09.2008:  LG Stadtwerke richtet deutsche Meisterschaft aus 

Insgesamt 51 der ursprünglich 52 gemeldeten Teams werden, nachdem in der M 70 am Montag noch die TG Nürtingen abgesagt hat, am kommenden Samstag, 20. September, ab 10 Uhr im Münchner Dantestadion Sieger und Platzierte im Finale der deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) ermitteln.

Die LG Stadtwerke München ist Ausrichter dieses Events, das insgesamt neun Altersklassen umfasst. Es galt, sich in bundesweit ausgetragenen Vorkämpfen ein Startrecht zu sichern.

Erfreulich: drei Teams des Gastgebers LG Stadtwerke haben sich qualifiziert. Die M 30 wie auch die M 40 sollten, zumal sie jeweils wohl nahezu in absoluter Topbesetzung antreten werden, im Kampf um die Titel ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Als Nachrücker mit von der Partie ist auch die M 70 mit von der Partie. Die hohe Zahl startberechtigter Stadtwerke-Formationen beim DAMM-Finale unterstreicht, wie harmonisch und effektiv die Kooperation innerhalb der LG ist. Das haben im Saisonverlauf bereits diverse deutschen Mannschaftsmeistertitel von LG-Athleten im Langstreckenlauf der Männerklasse untermauert. „Teamgeist wird groß geschrieben“, erklären unisono Klaus Löbel und Günther Urban, die Mannschaftsführer des LG-Seniorentrios. 

Fans sind bei freiem Eintritt übrigens willkommen!! Dietrich

Über die zeitliche Abfolge bin ich tatsächlich etwas irritiert bin. Gestern die Meisterschaft, heute die Ankündigung. Genauso irritiert bin ich, dass noch keine Resultate im Internet stehen. 
Deutsche Meisterschaften der Leichtathleten im Jahr 2008. Ein Erlebnis.

O’zapft

20. September 2008

Entschuldigung! Wir hätten sehr gern einen Vorbericht über den DAMM-Endkampf an diesem Wochenende geschrieben, wenn wir auch nur irgendwo etwas über diese Deutsche Meisterschaft gefunden hätten. Aber es war komplette Fehlanzeige. Alle Suchmaschinen und alle einschlägigen Seiten melden nichts zum Endkampf der DAMM. Zum Beispiel google-news:

Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage - DAMM München Leichtathletik 2008 - übereinstimmenden Dokumente gefunden.“

oder diese Antwort

Suche in Nachrichtenquelle Leichtathletik nach DAMM 2008.“

Berlins intelligente Ampelmännchen“
 

Ampelmännchen und Berlin als Antwort auf die Frage nach sportlichen Leichtathleten und München. Was soll man dazu sagen?!
Nun ist natürlich klar, dass die Bayern, speziell die aus dem Bezirk Oberbayern, die Münchener und so gar die letztlich im Dantestadion aktiven Forstenrieder  sozusagen geistig längst auf ihrem Oktoberfest sind und sich nicht mit so profanen Dingen wie einer Vorankündigung für eine Deutsche Seniorenmeisterschaft beschäftigen können. Aber der DLV – wir finden, der DLV hätte was schreiben dürfen…

Wenn wir aber in die leichtathletik.de-Suchmaschine DAMM eingeben, finden wir im Monat September nur

Nur noch ein Sieg – Brüssel lockt mit Jackpot

Ariane Friedrich lässt Jackpot-Traum platzen

und Belgien – Kleines Land ganz groß 

Also: erst einmal nichts auf unserer Seite über den DAMM-Endkampf. O’zapft wird später.

Lieber…

15. September 2008

… Klaus Wowereit,

wenn ich Sie so ansprechen darf. Heute habe ich gelesen, dass Sie eine „Countdown“-Uhr für die IAAF-Leichtathletik-WM  enthüllt haben – 333 Tage vor Beginn der WM in Berlin, auf die sich die Leichtathleten freuen. Außerdem wollen Sie sich dafür einsetzen, dass Berlin in fünf Jahren Gastgeberin der  World Masters Games ist. Das sagten Sie vor ein paar Tagen in einem Pressegespräch.

Wenn Berlin, wie Sie es treffend formuliert haben, mit den World Masters Games „die Olympischen Spiele für die über 40-Jährigen“ ausrichten will, wäre es doch eine richtig gute Idee, bei der Leichtathletik-WM einmal zu zeigen, was Mastersleichtathleten sportlich noch leisten. Aber über Einlagewettkämpfe, beispielsweise  der 70-Jährigen Männer oder der 45-Jährigen Frauen, denkt im Deutschen Leichtathletikverband (DLV) niemand nach. Genauer: Der DLV will sie nicht.  Für uns aktive Mastersleichtathleten sieht es bisweilen wirklich so aus, als wäre es den älteren Funktionären ein wenig peinlich, dass Gleichaltrige noch so flott und fit sind und dass sie vielleicht sogar mit ihnen verglichen werden könnten.

Ich glaube, Sie als Regierender Bürgermeister könnten das Programm der WM durch Masters-Einlagewettkämpfe bestimmt verbessern und -mit Blick auf die WMG 2013- auf diesem Weg unter Beweis stellen, dass Berlin ein wirklich guter Platz für Seniorensportler ist.
Helsinki hat es mit dem Segen der IAAF vor drei Jahren vorgemacht. Es ist also möglich und geht auch, wenn man will. Wollen Sie da nicht aktiv werden?

Mit freundlichen Grüßen
Annette Koop
www.masters-sport.de

 

ps Ich habe meine Zeilen an Sie in meinem Blog veröffentlicht.

Nicht…

14. September 2008

…dass ich was gegen die Amis habe: Wenn ich aber sehe, wer die Vorschläge für die „IAAF Best Masters of the Year 2008″  auswertet, …
Tatsächlich kenne ich Leute, die da einen ganz dicken Hals bekommen. Die Vorauswahl treffen nämlich Rex Harvey (USA), Sandy Pashkin (USA), Brian(-Ich-kontrolliere-das-Nationaltrikot-)Keaveney (Kanada) und Cesar Moreno Bravo (Mexiko) – also sämtlich Nord- und Mittelamerikaner. Da werden es europäische Spitzenmasters wohl schwer haben. Oder?