Andrew Boyce (44), aktiver Stabhoch-, Hoch und Weitspringer aus Illinois (USA), löst seine ganz persönlichen Frisbeeprobleme so:
Andrew Boyce (44), aktiver Stabhoch-, Hoch und Weitspringer aus Illinois (USA), löst seine ganz persönlichen Frisbeeprobleme so:
Am Donnerstag hat das Organisationskomitee der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin eine Pressekonferenz abgehalten. Die parallel erfolgten Veröffentlichungen, für die ein Herr Herder des BOC 2009 GmbH verantwortlich zeichnet, sind an verdrießlichem Geschreibsel schlechterdings nicht zu überbieten. Wir Seniorenleichtathleten haben erfahren, dass nicht einmal einige bescheidene Masters-Einlagewettkämpfe in Berlin stattfinden dürfen. Arroganz ist eben Arroganz, habe ich mir gedacht. Aber nun sind die Herren peinlich:
Denn jetzt kommen die Hauptstadt-Organisatoren („BOC 2009 GmbH“) mit diesem vermeintlich polyglott-modernen Sprachmischmasch daher und verbreiten so schlechtes Deutsch und klebrig-ärgerliches Denglisch, dass man sich mit Grausen abwendet. Ich zitiere die besonderen Höhepunkte (kompletter Text hier) dieses dümmlichen Sprachmülls:
das finale Kulturprogramm von berlin 2009TM, die Welcome Night
Vorgestellt wurde ein Booklet inklusive des finalen Programms des KulturStadion®. die Welcome Night der Showacts a-ha präsentiert den offiziellen WM-Song live.
12. IAAF Leichtathletik WM berlin 2009TM mit Open-Air-Fotoausstellung „In Motion“, Welcome Night sowie KulturStadion® André Schmitz, Staatssekretär für Kultur (!): „Programm verdeutlicht, warum Berlin ‚the place to be’ ist.“
Heinrich Clausen: „berlin 2009TM-Kulturprogramm. Besonderer Dank dem Presenting Partner des KulturStadion® . „Run, Jump and Throw“ , die Open-Air-Fotoausstellung „In Motion“ vom Offiziellen Informationstechnologie- Partner von berlin 2009TM bereitgestellt. Im temporären Pendant des Berliner Olympiastadions wird besonderes Highlight die tägliche IAAF-Hour, mit Talk-Gästen am KulturStadion®.“
Am Vorabend der 12. IAAF Leichtathletik WM berlin 2009TM, findet mit der „HAVE A GOOD TIME!TM WELCOME NIGHT“, die große Auftaktshow statt. Die Welcome Night zeigt ein Showprogramm. Christoph Kirst, Creative Director der Welcome Night, stellte Highlights vor.
Brrrr. Welch’ eine Sprache!
Nebenbei: Wie spricht man eigentlich „KulturStadion®“ und „WM berlin 2009TM“ aus? Ich wette, dass niemand der Zitierten dies je getan hat. Ich wette um einen gefüllten 20-Liter-Benzinkanister mit dem Immer-bis-zum-letzten-Tropfen-Autofahrer Heinrich Clausen und erwarte, wenn und weil ich gewinne, von ihm umgehend eine Kiste rheinhessischen Rotweins aus dem Weingut von Winzer und Speerwerfer Helmut Hessert (Horrweiler) oder seinem Nachbarn.
(Bild:© Jerzy, pixelio)
Willkommen im Club. Die Länder zu den Flaggen dürfen geraten werden. Der Anlass für diesen Blogbeitrag ist:
Der Deutsche Bundestag hat am Donnerstag das Zugangserschwerungsgesetz („ZugErschwG“) beschlossen. Es schafft eine „Struktur zur Internetzensur“ (RA Udo Vetter). Das heißt: Heute blocken wir dies, morgen anderes, später alles, was anders und unbequem ist. „Ja, das sind genau jene Instrumente, die man in Teheran jetzt auch gerne funktionsfähig bereitstehen hätte.“ (Udo Vetter) Deshalb sind auch wir empört über dieses Gesetz.
IT-Experte Thomas Stadtler:
„Im Kern geht es darum, dass man einen TK-Dienstleister, der eine rein technische und neutrale Leistung erbringt, nicht für die Kontrolle von Inhalten heranziehen darf, weil dies zwangsläufig eine Manipulation technischer Abläufe mit sich bringt. Der Zugangsprovider muss nämlich technische Internet-Standards und Normen manipulieren, er wird gezwungen, in die Architektur des Netzes einzugreifen, um das zu erreichen, was der Staat von ihm verlangt. Es ist deshalb vernünftig zu fordern, dass sich der Staat jeglicher Manipulation technischer Standards und Normen zu enthalten hat.“
In der Sache bringt das ZugErschwG -es heißt abgekürzt wirklich so- nichts,
„weil das Gesetz in Wahrheit die Verbreitung kinderpornografischer Schriften fördert, anstatt wie beabsichtigt, den Zugang zu ihnen zu erschweren. An dieser Stelle zeigt sich sehr deutlich, dass sich die politisch Verantwortlichen nicht mit den bisherigen Sperrbemühungen in Deutschland („Düsseldorfer Sperrungsverfügungen„) und deren Auswirkungen befasst haben. Die Düsseldorfer Sperrungsanordnungen haben seinerzeit im Jahre 2002 diejenigen Websites, die Gegenstand der Sperrung waren, überhaupt erst bekannt gemacht und dafür gesorgt, dass die Zugriffe auf diese Seiten deutlich zunahmen. Derselbe Effekt ist auch hier zu erwarten. Die geheim zu haltenden Sperrlisten werden sehr schnell auf Wikileaks auftauchen, ohne dass das BKA dies verhindern kann und damit eine Navigationshilfe für Pädophile und auch Neugierige bilden. Auf der Stopp-Seite des BKA werden ohnehin nur die Dümmsten landen, denn diese simple technische Manipulation, die den Providern abverlangt wird, kann jedes Kind im Handumdrehen umgehen.“ (Thomas Stadtler)
Auch unser Blog zu unserem wunderbaren Sport will davor nicht die Augen verschließen. Das machen wir auch sonst nicht.
(Grafik: mediengestalter.cc)
Anglizismen versuche ich auf meiner Seite zu vermeiden, soweit es geht. Jetzt lese ich Beeindruckendes und erkenne: Von den Schweizern lernen, ist wirklich etwas Besonderes. Sehen wir es Ihnen nach, dass sie das „ß“ gestrichen haben und gross statt groß schreiben. Aber der Begriff Grossanlass-Limit hat mich regelrecht sprachlich umgehauen. Und erst der Plural: Grossanlass-Limiten. Großanlass-Limit müssten wir schreiben und damit die kleine Quali in die sprachliche Wüste schicken…
Jedenfalls bleibt damit der Klapprechner (für Laptop) des Verein Deutsche Sprache locker auf der Strecke…
Hab gestern ‘n bisschen bei Heidi im Litfass gefeiert. War spät, sehr spät, aber es ist ja Muttertag und da kann ich richtig ausschlafen und zwar so:
8.13 Uhr noch einmal im Bett ‘rumdrehen. Vielleicht noch 1, 2 Stunden weitermümmeln…
8.15 Uhr. Das Telefon klingelt – unerbittlich. Müde zum Hörer. Ganz müde höre ich: “Hallo….wollt’ nur berichten, dass Wilhelm Modersohn von der TG Bielefeld die 4 Kilokugel auf 13,90m gestoßen hat. Is ja vielleicht interessant. Schönen Tach noch“
Muttertag.
Ahlens Idiomkünstler Juppa (Foto links) zeigte sich gut informiert:
Am Montag traf er in seiner Heimatstadt Ahlen bei einem Fachgespräch auf Sportfachmann Jürgen K. aus D. (Foto rechts), der unlängst seine Diplom-Arbeit über Walking in Frankfurt bei Prof. Dr. Klaus Bös geschrieben hatte.

Fotoausweis bei der Hallen-DM in Düsseldorf
Über den Fall DFB gegen den unabhängigen Journalisten Jens Weinreich haben sicherlich die meisten schon etwas gehört. Alles nahm Ende Juli letzten Jahres seinen Anfang, als der Sportjournalist den DFB-Präsidenten Zwanziger in einem Kommentar zu einem Beitrag des Fußball-Blogs direkter-freistoss.de als einen „unglaublichen Demagogen“ bezeichnete. Zwanziger sah sich durch die Bezeichnung verunglimpft, da der Begriff seiner Meinung nach eine Nähe zu nationalsozialistischem Gedankengut suggeriere. Er forderte eine Unterlassungserklärung, in der sich Weinreich verpflichten sollte, nie wieder eine derartige Formulierung in Bezug auf Zwanziger zu verwenden. Seither überzieht Zwanziger offenbar mit Hilfe seines finanzkräftigen Fußballverbandes den kritischen Journalisten mit Klagen und anderen rechtlichen Schritten, und der wehrt sich – inzwischen mit sehr hohem persönlichen wirtschaftlichem Risiko.

Angesichts drohender Anwalts- und Verfahrenskosten im hohen fünfstelligen Bereich hat Jens Weinreich nun eine Möglichkeit angeboten, über Paypal oder normale Überweisung Geld zu spenden (Mehr…).
Wer also auf einen oder mehrere Zwanziger verzichten kann, sollte das jetzt tun.