Archiv für die Kategorie ‘Lahti 2009’

Erinnerung

22. Dezember 2009

Markus Zerres (*1961, TV Waldstraße Wiesbaden) wird sich an das 1500m WM-Finale  im Stadion Radiomäkki von Lahti bestens erinnern: Fast war er -einmal mehr- auf den letzten Metern überspurtet worden, als plötzlich der hinter Weltmeister Jesus Borrego (ESP, 4:01, 66 sec) unangefochten auf dem Silberrang liegende Brite Lex Bryce fünf Meter vor der Ziellinie entkräftet stürzte, der Kanadier Paul Osland nicht mehr ausweichen konnte und ebenfalls fiel – mit Kopf und Schulter  gerade noch über die Ziellinie kam und so Silber errang. Markus Zerres, der ein couragiertes Rennen gelaufen war, wurde Dritter. Verdient – trotz des Pechs des Briten. Mit 4:07,46 sec verpasste er seine Altersklassen-Bestzeit nur um drei Zehntel. Ich habe ein Youtube-Video gefunden, das die dramatischen 1500m der M45 von Lahti zeigt. Viel Spaß beim Zusehen:

Schlapp

27. August 2009

Der Weltverband der Seniorenleichtathletik World Masters Athletics WMA hat seinen Internetauftritt überarbeitet. Grafisch ist dies durchaus gelungen, finde ich; denn sie sieht jetzt so aus:

wma2009

Aber einmal mehr enttäuscht die müde Seite inhaltlich. US-Masters Ken Stone hat die Schwachpunkte penibel aufgelistet:

  • Die WMA könnte sich gegenüber Kritikern etwas rehabiltieren, würde sie Masters-Neuigkeiten berichten. Aber statt über die Dutzenden Weltbestleistungen in Lahti zu berichten, informiert die Internetseite über die elektrisierende Übergabe der WMA-Flagge in Lahti  an den nächsten WM-Ausrichter Sacramento (USA).
  • Wirklich erwarten können wir von der WMA genaue und aktuelle Informationen. Aber auch da: Fehlanzeige. Peinlich bezeichnet die Adressenliste (am 26.08.!) immer noch Monty Hacker als geschäftsführenden Präsidenten und Rex Harvey als WMA-Vizepräsidenten Stadia. Monty Hacker ist seit Mai zuürckgetreten und Rex ist in Lahti aus dem WMA-Präsiodium ausgeschieden.
  • Obwohl die diversen Weltbestleitungen, die bei der WM in Lahti ufgestellt wurden, bis zum letzten Wochenende auf der  Rekordseite uzu lesen waren, fehlen sie auf der neu gestalteten Internetseite. ,
  • Obwohl die künftigen WMA-Weltmeisterschaften in den Jahren 2012 und 2013 in Lahti vergeben wurden, erscheinen sie nicht auf der Meisterschafts-Seite.
  • Die Seite 2009 results ist blank. Offenbar gibt es keine Resultate aus 2009 zu berichten.
  • Die Über uns/About Us-Seite definiert Mastersleichtathleten als 35-und-älter. Aber hallo!?  Gerade hat der IAAF Kongress in Berlin die Mastersleichtathleten für die Straßenlaufwettbewerbe umdefiniert. Bei ihnen gilt jetzt die 40-Jahre-Grenze.

Ken Stone meint, man könnte all diese Punkte vergessen, wenn die WMA einen Läufer, Springer oder Werfer auf seiner Seite präsentierte.“Bloß einen einzigen!“ schreibt Ken Stone. Doch auch hier -und das überrascht wirklich- Fehlanzeige! Es gibt keinen einzigen Mastersathleten auf der Seite, schreibt der US-Journalist und kommt zu dem Schluss: „World Masters Athletics ist nicht das WMA-Council! Es geht um den Sport, es geht um die Athleten. „

Applaus, Ken!

Titel

25. August 2009

sl_titel.anna

Tom Philipps‘ Bild© von meinem 1500m-WM-Finallauf in Lahti  am 6. August 2009 auf dem Titel der nächsten SENIOREN LEICHTATHLETIK. Danke für das wunderbare Foto, Tom!

Rückschritt

15. August 2009

images-1Auf ihrem Kongress in Berlin hat die IAAF eine plötzliche Kehrtwendung vollzogen und man reibt sich ungläubig die Augen: Künftig gibt es keine Wertung der „Altersklassen M/W 35″ bei Straßenlaufwettbewerben mehr. Auf der WMA-Generalversammlung in Lahti wurde dies diskutiert und die Delegierten erfuhren einige Hintergründe: Die Veranstalter der beiden Stadtmarathons in London und New York sind Ausgangspunkt der Regeländerung, Sie wollten die Altersklassenänderung.
Die WMA-Delegierten in Lahti haben klar gegen eine solche Änderung votiert. In Lahti war dabei auch zu hören, dass das IAAF Masters Committee ebenfalls gegen diese Änderung der Altersklassen gestimmt hat, nachdem erst 2005 beim IAAF Kongress in Helsinki auf Antrag der WMA die Altersklasse 35 der Männer  eingeführt worden war.

Daher ist das jetzt Beschlossene ein Rückschritt, und  Konfusion ist die Folge; denn 35-jährige Masterssportler  und Masterssportlerinnen werden zwar über 5.000m oder 10.000m im Stadion gewertet, aber nicht über dieselbe Distanz auf der Straße und dies für eine oder zwei Handvoll Weltklasse-Laufprofis, die nie bei einer Senioren-WM starten werden.

Und was passiert, wenn nun auch die Werfer, deren Spitzenathleten bekanntlich oft älter als 35 sind, ebenfalls einen Antrag stellen?

Athletenhandbuch

2. August 2009

CIMG9605Athletenhandbuch, viersprachig – Auszug aus Ziff. 8:

Athletes must wear their official team uniform for the Awards Ceremony.

Les athlètes doivent s’habiller aux unfirmes officiels de son équipes/son pays.

Athleten müssen ihre National-Mannschaftskleidung für die Ehrung tragen.

Los atletas deberán vestir su uniforme oficial de equipo durante la ceremonia.

Auf bulgarisch steht das nicht im Athletenhandbuch. War aber ganz lustig.  ;-)

(Foto:  © masters-sport.de;  W35 – 100m Siegerehrung WMA-WM in Lahti 2009, Platz 3 und Bronze für Merlina Arnaudova, Bulgaria)

5334?

27. Juli 2009

LahtilogoDer DLV meldet heute, dass bei der morgen im finnischen Lahti beginnenden WM in Lahti  insgesamt 5334 Athletinnen und Athleten starten. Mit Verlaub, ich habe da meine Zweifel.
Denn die Zahlen aus Finnlands Süden sind mir längst etwas suspekt geworden. So meldete der DLV 448 deutsche Starter (inzwischen 450), aber  in der finnischen Statistik finden sich zahlengedrehte 484. Aus der Schweiz sollen 56 Starter teilnehmen, die Schweizer selbst wissen aber nur von 48. Die Spanier kennen 153 Starter, gemeldet werden aber 162. Die USA-Liste enthält 231 Namen und nicht, wie die Organisatoren angeben 298.
Nach mehr Differenzen habe ich bisher nicht gesucht.
Eine Erklärung für die  Unterschiede  habe ich nicht. Ich finde sie allerdings sehr bemerkenswert.

FC Lahti

25. Juli 2009

50082Die RUHRNACHRICHTEN berichten aktuell über die neue UEFA Europaliga im allgemeinen und den Ex-Dortmunder Fußballprofi Marc Kruska im besonderen. Ein spannendes Thema für die Seniorenleichtathletik, finde ich. Denn der Artikel liest sich so:

„Die Premiere steigt im hohen Norden: Der vom VfR Rauxel stammende Fußballprofi Marc Kruska und der FC Brügge (Belgien) stehen vor ihrem Debüt in der neuen UEFA Europa League, dem Nachfolger des bisherigen UEFA-Cups. Am Donnerstag (30. Juli) geht es gegen den FC Lahti aus Finnland. Das Rückspiel findet am Donnerstag, 6. August, in Skandinavien statt. Das hat die Auslosung in Nyon (Schweiz) ergeben. Brügge war als Tabellendritter der belgischen Jupiler Pro League direkt für die dritte Qualifikationsrunde in der Europa League gesetzt. Lahti musste derweil bereits in der zweiten Runde gegen NK Gorica (Slowakei) antreten, und sicherte sich sein Ticket zum Kräftemessen mit Brügge mit 0:1 (auswärts) und gestern 2:0 (daheim). Kruska ist im Winter von Borussia Dortmund zu dem belgischen Erstligisten gewechselt. Dort wollte er mehr spielen als beim BVB und sich vor allem für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren.

OK, der Verein für Rasensport Rauxel 08, gleich neben Castrop gelegen,  ist ja überregional vielleicht nicht ganz so der Knaller. Aber am Donnerstag, 6.8. in Lahti? Da war doch was?!

Richtig:
Die 1500m-WM-Finalläufe der Mastersleichtathleten in dem Stadion, in dem offenbar zeitgleich gekickt werden soll. Also, liebe UEFA, da wollte ich eigentlich auf der Bahn stehen und 3 3/4-Runden unterwegs sein.

Und was nun?

ceremony

22. Juli 2009

100px-Coat_of_Arms_of_Switzerland.svgDer Schweizer spricht:

„Nun, an sich was Feines, das sich die Finnen ausgedacht haben. Sie haben jetzt sogar Programmlisten pro Kategoriecer publiziert, mit allen Zeiten und so. Aber eigenartig:

Wenn z.B. für den Zehnkampf  sich sehr viele angemeldet haben, teilt man das ganze Alterskategorienfeld in zwei Gruppen (A, B). Das ist an sich klar. Lustig ist nun, dass dann sowohl für die A-Gruppe als auch für die B-Gruppe eine Award ceremony stattfindet; zu verschiedenen Zeiten versteht sich. Nun frage ich mich: Haben die Medaillengewinner nun zwei Mal anzutreten oder könnte es sein, dass bei der zweiten award ceremony, nämlich jene der Gruppe B, die letzten awarded werden. ; wäre mal was Neues. ;-)

Mir selbst fällt so oder so bestimmt kein Zacken aus der Krone, da ich nur einmal in meinem Leben Protagonist einer internationalen Award ceremony war und diese in Lahti für mich in weiter Ferne rücken (und zu den award-ceremony-Zeiten bin ich ja eh entweder an einer anderen Disziplin oder am rumtrinken und –tratschen mit einem Blogger und sine Fru).

Nun ist das wahrscheinlich nur im Zehnkampf so, weil dort zugleich der Final stattfindet. Dahingegen bei den Einzeldisziplinen, wo die Felder für die Qualifikation aufgrund ihrer Grösse ebenfalls aufgeteilt werden, gibt es ja dann ein Final und nur dieser hat eine award-ceremony.

Eigentlich schade, man hätte doch auch eine für die Qualifikation machen können, damit die `schland-Hymne noch mehr ertönt. ;-) ;-)

Josef Signa (CH)

Zacken

17. Juli 2009

default„Es ist zu hoffen, dass die Organisatoren in Finnland noch einen Zacken zulegen. Ich für meinen Teil hab schon kleinere Ungenauigkeiten/Wiedersprüche im finnischen Zeitplan bemerkt.

Zudem ist es idiotisch (idiotisch ist hier ein Euphemismus), dass die Teilnehmer, welche am einem Vormittag starten müssen und daher ihre Teilnahmebestätigung mindestens am Vorabend machen müssen, dies nach 18 Uhr nicht mehr können, obwohl das Informationszentrum bis 21 Uhr geöffnet ist.

Ich (und nicht nur ich, sondern auch die Briten) habe den Organisatoren geschrieben, dass, wenn Ärger vermieden werden will, sie die Zeit für die Teilnahmebestätigung später ansetzen müssen als 18 Uhr, zumal sehr viele Athleten erst am Vortag in Vantaa ankommen und dann noch nach Lahti müssen und viele dieses
nicht vor 18 Uhr erreichen werden.

Zwar kann man sich vielleicht untereinander organisieren, aber das wird „ein Puff“ geben.

Nun, entgegen meinen Befürchtungen funktionierten im italienischen Ancona solche Sachen reibungslos: die Welt wird immer verkehrter.“
Josef Signa

Beamte

18. Juni 2009

imagesDiese Originalmeldung von der Internetseite der WM in Lahti widmen wir mit besten Grüßen unserem Aktiven  Winfried Heckner…

Jetzt wo das Zugang-System für die WMA2009 fertig gewesen ist, haben die Meisterschaften 5250 Teilnehmer, das älteste, das 101-jähriger alter Österreicher ist, der am Kugelstossen und Hammer teilnimmt. Der Betrag von teilnehmenden Ländern ist 80.  – Wir sind mit dem erreichten Ergebnis sehr zufrieden, erzählt Generalsekretär Virpi Hurri. Die Wettkampfstätten sind bereit, die Beamten werden erzogen und insgesamt zusammen, alles schreitet gemäß Listen fort, erfreut Virpi Hurri.

 

So sei es!