Pinos Zopf ist ab

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Schwert oder Schere, diese Frage stellte sich im Mittelalter so manchem unbeliebten Thronfolger. Entweder, er ließ sich die Haare abscheren und ging ins Kloster, oder er wurde geköpft. Als Mönch verzichtete er auf alle weltlichen Rechte. Lange Haare waren damals ein Zeichen der Königswürde. Ein kahlköpfiger konnte niemals König werden. Wenn man jemanden entehren wollte, so schnitt man ihm die Haare ab.Lange Haare oder generell der Kopfschmuck des Menschen haben bereits eine sehr lange Geschichte. In einigen Kulturen wurde und wird den Haaren eine ganz besondere Bedeutung beigemessen. Sagenumwobene Gestalten wie die Medusa oder Meerjungfrauen zeigen eindrucksvoll, wie Haaren magische Kräfte zugesprochen werden. Andere wiederum meinen, Haare wären das Sinnbild von Erotik oder Kraft, aber auch Fruchtbarkeit.Nicht nur Maler, sondern auch Werbeleute, Filmemacher, Dichter, um nur einige zu nennen, beleuchten in ihren eindrucksvollen Werken die wunderbare Ausstrahlung von langen Haaren. Schon zu biblischen Zeiten waren lange Haare etwas Besonderes. So bezog Samson seine Kraft aus seinen langen Haaren, die er einem Gelübde folgend nicht schneiden durfte. Bis in die heutige Zeit hat es sich gehalten, dass junge Männer eher eine längere Haartracht tragen (da mit zunehmendem Alter das Wachstum sich ja sowieso von selbst einstellt). Berühmte Persönlichkeiten trugen lange Haare oder flochten ihre Haare zum Zopf. Hier seien nur Jesus, Einstein oder die Beatles zu erwähnen.Aber auch in der Masters-Szene der Schweizer Leichtathletik hat in den letzten Jahren ein Athlet aus Luzern mit Zopf von sich Reden gemacht. Waren es noch zunächst die auffallenden und beeindruckendsten Langstrümpfe, die er bei der Hallenweltmeisterschaft in Linz trug (Zitat aus dem „WebBLOG“ in Annettes Seite), so wurde der Zopf auch nach und nach sein unverkennbares Markenzeichen. Bei allen Wettkämpfen oder Meisterschaften, bei denen er an den Start ging, fiel der Leichtathletik-Gentlemen ob seiner Strümpfe und seines Zopfes sofort als willkommener Teilnehmer und Sportskollege auf.Bei den internationalen Schweizer Masters-Meisterschaften letzten Samstag im herbstlich wunderschönen Bellinzona im Tessin waren alle Sportler baff erstaunt – Der Zopf war ab!!!!!Skepsis bzw. wohlwollende Zustimmung wechselten sich ab. Nicht kahl geschoren, aber ein rassiger Kurzhaarschnitt zierten sein Haupt.Seinen Leistungen war der Schnitt aber wohl nicht abträglich (etwa wie bei Samson). Unermüdlich eilte er von Wettkampfstätte zu Wettkampfstätte und absolvierte seine 9 gemeldeten Disziplinen. Teilweise besser als je zuvor waren die Ergebnisse, insbesondere beeindruckte manchen Beobachter (auch die Beobachterinnen) sein 200 m Lauf in einer ausgezeichneten Zeit. Zurückhaltend, wie er nun einmal ist, erwähnte er seine guten Ergebnisse noch nicht einmal im Bericht (siehe unter http://www.swiss-masters-athletics.ch und http://www.masters-sport.de) über die Meisterschaften, den er selbst fertigte. Ein wahrer Meister der Bescheidenheit.Das „Warum“ der kurzen Haare ließ sich leider vor Ort nicht ganz aufklären. Eine offizielle Begründung liegt bisher noch nicht vor. Warten wir sie ab…..Wer ihn jedoch kennt, wird ihn schwer wieder erkennen, es sei denn an seinen beeindruckenden Socken….Auf jeden Fall können ihm alle Masters dieser Welt auch mit seinen kurzen Haaren nur zurufen: „Pino, engagiere dich weiter so für die Masters-Leichtathletik – national, wie auch international!“Dies wünscht sich nicht nur ein Freund aus der PfalzLiebe GrüßeDieter

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