Klaus

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Oft frage ich mich, was die einzelnen Seniorenathletinnen und -athleten eigentlich so beruflich treiben, wenn sie (nicht) in kurzen Hosen „auf dem Platz“ sind. Bei LAC-Quelle-Fürth-Sprinter Klaus Wucherer (*1944) ist dies seit langem kein Geheimnis. Siemens-Vorstand, Infenion-Chef.  Und der AK 65-Sprinter von LAC Quelle Fürth ist eben ein exzellenter Seniorenleichtathlet.

„Googelt“ man seinen Namen (+ Suchbegriff Leichtathletik) findet sich zuerst  sein Erfolg im Jahr 2002 bei der Senioreneuropameisterschaft in Potsdam, über den auf einer kleinen Internetseite berichtet wird. Im Sommer vor acht Jahren wurde Klaus Wucherer Vizeeuropameister über 400m Hürden in der AK 55.

Dass Klaus Wucherer als Langhürdensprinter große Erfahrung hat, wird ihm sicherlich behilflich sein, wenn es um seine aktuelle Herausforderung geht. Als ehemaliges Vorstandsmitglied des Siemens-Konzerns steht er nämlich im Mittelpunkt einer Auseinandersetzung, die die Deutsche Presseagentur dpa gerade als „Machtkampf um die Spitze des Aufsichtsrates“ des Halbleiterkonzerns Infineon bezeichnet.  Klaus Wucherer, so dpa, sei der Favorit des Infineon-Managements. Gegen ihn will jetzt der britische 1-3%-Anteilsinvestor Hermes den Finanzvorstand des württembergischen Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen, Willi Berchtold, durchsetzen. Über dessen sportliche Aktivitäten habe ich nichts herausgefunden.

Also dürfte die Sache schon klar gehen. Wie im Endlauf von Potsdam. Der Württemberger Klaus-Eggert Bahr  wurde knapp abgefangen und Fred Bush, einziger Brite im Finale, wurde gar nur 8. Damals war letztlich nur der Finne Seppo Putkinen erfolgreicher als Klaus Wucherer. Ein Finne tritt diesmal aber nicht an. Dass Klaus Wucherer damals „nur“ Zweiter wurde, kann ich deshalb bei der Beurteilung seiner aktuellen Infineon-Chancen vernachlässigen… 😉

(Foto: Klaus Wucherer, DM 2009 in Vaterstetten; © Theo Kiefner, dem ich für die Zustimmung zur Veröffentlichung danke)

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Eine Antwort to “Klaus”

  1. Hellmuth K l i m m e r Says:

    „Infineons Machtkampf unter Männern entschieden“ * „Neuer Chefaufseher ist Klaus Wucherer“, so informieren die Agenturen am Samstag.
    Darüber freuen sich sicher die Leichtathleten. Der Grund meiner Freude ist besonders der Umstand, dass Klaus trotz der stressigen aber erfolgreichen beruflichen Tätigkeit seit seiner nicht minder erfolgreichen Leistungssportkarriere auch im Alter weiter Sport treibt, dafür immer etwas Zeit fand. Das ist ebenso beispielhaft wie Guidos anhaltende erfolgreiche(re)
    Wettkampfaktivität – oder noch besser?
    Für mich war und ist er deshalb schon lange Vorbild.

    Rückblickend finde ich wenige ähnliche Beispiele, vorausschauend befürchte ich, dass kaum noch jetzige Spitzenathleten (etwa Lobinger, Kleinert, …) weiter mit uns im Seniorenalter wetteifern werden.

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