Skandal

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Was über Val Barnwell, gedopter US-M50-Sprinter aus Brooklyn, bekannt geworden ist, ist ein richtig großer und fetter Skandal – keine Frage. Aber lasst uns  über einen anderen Mann schreiben:

Der Sieger M 35 im Stabhochsprung hat als einziger (!) Teilnehmer des Wettbewerbs mit 1,60 m eine Goldmedaille gewonnen. Das ist ebenfalls ein  Skandal. Ein Hallenweltmeister mit 1,60 m. Im Stabhochsprung, nicht im Hochsprung. Eine bodenlose Frechheit gegenüber der Mastersbewegung ist diese Goldmedaille.

Ach, was ich nicht gesagt habe: der Goldmedaillengewinner kommt aus Deutschland. Er heißt Gunther Marcus und ich kenne ihn nicht. In der DLV-Teilnehmerliste ist er nicht verzeichnet. Vielleicht weil man auf ihn nicht stolz sein kann?

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19 Antworten to “Skandal”

  1. Ralf Peters Says:

    Warum so zynisch? Deutschland hat doch nun eine Goldmedaille mehr?

  2. Catherine Knaak Says:

    Bevor man über andere ablästert, sollte man sich erst mal richtig informieren:
    1. Der Mann heißt Marcus Günther und springt normalerweise über 3,60m; vielleicht hatte er sich zuvor verletzt?
    2. Zum Stichwort „stolz sein“: Einfach mal nachschauen, wer in Ljubljana Senioren-Europameister im Zehnkampf wurde…
    3. Herr Günther ist der beste Leichtathleitiktrainer, den ich jemals hatte und ich bin stolz auf ihn!

    • Christopher Gerhard Says:

      Wie auch immer es dazu kam (verletzt oder nicht), 1,60m im STABhochsprung (der 35 jährigen!!!!!!!!!!!)auflegen zu lassen mit dem Ziel als 1. von einem eine Goldmedaille zu gewinnen ist haarsträubend. Daß das überhaupt geht (diese Höhe auflegen zu lassen) fast noch mehr. Die Anfangshöhe in Sindelfingen war glaube ich 3,00m, also fast doppelt so hoch wie die Höhe des neuen „Hallenweltmeisters“.
      Zum Glück ist Marcus Günther keine 55 jährige Frau. Dann wäre er nämlich mit seinen 1,60m im STABhochsprung 5. und letzte geworden…

      @ Catherine: Den Titel in Slowenien im Zehnkampf hat er auf fast vergleichbare Weise wie in Kamloops geholt. Nicht ganz, da war er 1. von 4 mit einer Leistung mit der er in der deutschen Bestenliste 7. im Jahr 2008 war. Mit 4.665 Männerpunkten!

      Er mag ein guter Trainer sein, aber er hat der Senioren Leichtathletik und der deutschen Mannschaft einen großen Schaden zugefügt. Und sich selber auch. Jeder, der ein bißchen mitdenkt kann ihn nicht ernst nehmen.

      Gerade solche Meldungen werden von aussen wahrgenommen. Dadurch werden alle anderen Leistungen, die zu Medaillen führen beschmutzt.

      In Deutschland hätte er laut Leistungsstandard ca. 3,60m springen müssen um eine Medaille zu gewinnen. Das wäre ja schon schlimm genug, ein M35 Weltmeister mit 3,60m, aber er ist ja nicht mal halb so hoch gesprungen.

      Zum Vergleich: Gemessen am Weltrekord der 35 jährigen, der bei ungefähr 5,70 liegen dürfte, hat er mit seinen 1,60m im STABhochsprung , nicht im Hochsprung (das muß man sich mal auf der Zunge zergehen laßen) eine Leistung erzielt die einem Kugelstoß von ca. 6-7 Metern bei M35 entspricht. Damit bekommt man nicht mal ein Sportabzeichen!!!!!!!!!!!! Im Hochsprung M35 wäre die „Vergleichsleistung“ ca. 70 cm. Ist die Matte nicht schon höher? Im STABhochsprung der W55 müßte man dann 90 cm springen.

      Wie auch immer, er hat sich sicher keinen Gefallen getan und wird in die Annalen eingehen und die Stimmen, wenn er duch Hallen und Stadien geht, sicher noch viele Jahre hören.

  3. Stabi 61 Says:

    Hallo, Tja,
    macht ruhig so weiter, jeder motzt Jeden an und die , die mehr wissen ,
    Schweigen. Kein Wunder das es dann zu Mißverständnissen kommt.
    So machen wir unsere Leichtathletik endgültig kaputt.
    Ich wiederhole:

    Diese Hallen WM ist ein Witz ( Alle Sen WM`s) da es keine Qualis gibt
    darf es eigentlich nichgt Meisterschaft heißen sondern Senioren Olympiade ..
    z. B:
    Dann würde sich alle Diskussionen um derartige Titelträger erübrigen.
    Doch das scheint Niemand zu wollen.
    So bekommen dann in 10 Jahren solche Sportler eine Bundesverdienstmedaille und das DLV Goldabzeichen, weil sie 10 mal bei WMs gestartet; damit nicht nur “ echte Leichtathkleten sind“!, sondern auch
    10 mal Weltmeister geworden waren.

    Mensch, hört doch auf….

  4. Heinz Engels Says:

    Hallo Annette,
    Val Barnwell (M 50) müßte lebenslang gesperrt werden – nicht zwei Jahre-. Auf solche unverschämten Betrüger können wir im LA-Senioren-Leistungssport verzichten.
    Das zeigt doch mal wieder, dass Zielkontrollen nützlich sind. Aber nicht nur bei einer Veranstaltung, wichtiger sind die unangemeldeten Trainingskontrollen…..haben wir ja schon ausgiebig im Forum diskutiert, ein anderes Thema.

    Zum Stabhochspringer Günther Marcus. Er ist in der Kamloops-Liste verzeichnet (warscheinlich nachgemeldet) mit 3,40m. Außerdem in Reckemeiers Bestenliste 2009 in der M 35 an 9. Stelle mit 3,70m. Also, ein guter Athlet.
    In der Kamloops-Ergebnisliste mit 1,60m ( O ). Da er der einzige Teilnehmer war, so vermute ich, hat er nach diesem gültigen Versuch einen weiteren „Wettkampf“ mit sich allein als unsinnig empfunden und ihn daher beendet.
    Respekt vor dieser Entscheidung.

  5. Robert Koop Says:

    Zu lesen ist, dass der Athlet Günther Marcus heißt und ein guter Trainer ist und ein passabler Stabhochspringer.
    Aber GM ist auch jemand, der eine völlig falsche Entscheidung getroffen hat, die der Seniorenleichtathletik schadet. Weil anzunehmen ist, dass der Wettkampf mit den anderen Altersklassen zusammen stattfand, hätte er ruhig Stabhoch springen und zeigen dürfen, was er kann. Dass er es nicht getan hat, obwohl er es konnte, macht den Skandal nicht kleiner. Die 1,60m werden außerdem geraume Zeit an ihm kleben. Das wird ihm nicht gefallen.

    • Heinz Engels Says:

      Lieber Robert Koop,
      „…….weil anzunehmen ist, dass er……“. Also auch vermutlich, so wie ich es auch tat. Was war eigentlich der Grund seiner „völlig falschen Entscheidung“ ? Und warum sollte sie der Senioren-Leichtathletik schaden ? Hat der Athlet gegen irgendeine IWR-Regel verstoßen ?

      Worin besteht dieser „Skandal“, wenn jemand, aus welchem Grund auch immer, bei einer Höhe/Leistung, die jeder selbst bestimmen kann, den „Wettkampf“ in seiner AK regelgerecht beendet ? Dabei spielt die erzielte Leistung keine Rolle, sofern kein „Leistungsstandard“, der zur Titelvergabe notwendig ist, gefordert wird.

      Dass der Athlet gut ist, zeigt ein kurzer Blick in die Reckemeier-Bestenliste. Es ist also nicht zwingend notwendig, dies noch zu beweisen. Und hier, so mein Eindruck, wurde nicht gut recherchiert.

      Eine „bodenlose Frechheit gegenüber der Masterbewegung“ ist nicht diese Goldmedaille, sondern, es sind die Fanatiker, die mit betrügerischen Mitteln ihre Sportkameraden/-innen um den sportlichen Erfolg bringen.
      Übrigens, ein Wettkampfergebnis, das weit unter dem Leistungsvermögen liegt, wird nur an einem Fanatiker „kleben“ bleiben, ein wahrer Könner blickt nach vorn.

  6. pino pilotto Says:

    Zu Robert Koops Kommentar:
    Möglicherweise ist es nicht direkt vergleichbar, möglicherweise, denn ich kenne, im Gegensatz zu dir Robert, die genauen Umstände nicht, wie es zum Sprung von 1.60m kam usw. etc. pp. Aber ich kann auf einen ähnlichen Umstand hinweisen: Carla Forcellini. Sie springt 2.50m und wird Weltmeisterin. Nun, sie hat ein X beim ersten Sprung und klärt erst beim zweiten. Dann aber setzt sie ihren Wettkampf nicht mehr fort, möglicherweise, ach was, höchstwahrscheinlich, ach was, noch mal, weil, weil sie ihre Chancen im Weitsprung nicht kompromittieren will. Leider trifft sie dort auf die wunderbaren Marie Kay und Tilly Jacobs und muss dann mit dem dritten Platz vorlieb nehmen oder so.
    Könnte es sein, dass auch Günther Markus im Weitsprung teilnehmen wollte und sich aber im Stabsprung verletzt hatte? Denn er hat sich im Weitsprung gemeldet, sprang aber nicht; warum? Oder irgendsowas.
    Denn am Tag vorher hatte er am Pentathlon mitgemacht und war mit ordentlichen Leistungen unterwegs (9.88; 5.47;9.67;1.69;DNF). Im Hochsprung macht er nur eine, erfolgreichenn, Versuch über 1.69 und stellt sich im 1000m-Lauf, hat aber ein DNF. Für mich scheinen die Umstände plausibel und bevor ich sie mit dem Fall Barnwell vergliche (und man mache mir nicht vor, dass sie hier nicht verglichen würden), würde ich sie zu klären versuchen, denn bei auch bei Barnwell scheint der Fall ziemlich klar zu sein.
    Ich habe bewusst im Konjunktiv geschrieben, weil:
    Bevor du dich ans Recherchieren machst, lass es bleiben. Die Pfanne, in die du einen Athleten hauen wolltest, hast du verschüttet.
    Ne sutor supra crepidam.
    Pino Pilotto

  7. Robert Koop Says:

    @ Pino:
    Annuntio vobis gaudium magnum – Habemus explanationem (auch Latein!)

  8. Christopher Gerhard Says:

    Wie auch immer es dazu kam (verletzt oder nicht), 1,60m im STABhochsprung (der 35 jährigen!!!!!!!!!!!)auflegen zu lassen mit dem Ziel als 1. von einem eine Goldmedaille zu gewinnen ist haarsträubend. Daß das überhaupt geht (diese Höhe auflegen zu lassen) fast noch mehr. Die Anfangshöhe in Sindelfingen war glaube ich 3,00m, also fast doppelt so hoch wie die Höhe des neuen “Hallenweltmeisters”.
    Zum Glück ist Marcus Günther keine 55 jährige Frau. Dann wäre er nämlich mit seinen 1,60m im STABhochsprung 5. und letzte geworden…

    @ Catherine: Den Titel in Slowenien im Zehnkampf hat er auf fast vergleichbare Weise wie in Kamloops geholt. Nicht ganz, da war er 1. von 4 mit einer Leistung mit der er in der deutschen Bestenliste 7. im Jahr 2008 war. Mit 4.665 Männerpunkten!

    Er mag ein guter Trainer sein, aber er hat der Senioren Leichtathletik und der deutschen Mannschaft einen großen Schaden zugefügt. Und sich selber auch. Jeder, der ein bißchen mitdenkt kann ihn nicht ernst nehmen.

    Gerade solche Meldungen werden von aussen wahrgenommen. Dadurch werden alle anderen Leistungen, die zu Medaillen führen beschmutzt.

    In Deutschland hätte er laut Leistungsstandard ca. 3,60m springen müssen um eine Medaille zu gewinnen. Das wäre ja schon schlimm genug, ein M35 Weltmeister mit 3,60m, aber er ist ja nicht mal halb so hoch gesprungen.

    Zum Vergleich: Gemessen am Weltrekord der 35 jährigen, der bei ungefähr 5,70 liegen dürfte, hat er mit seinen 1,60m im STABhochsprung , nicht im Hochsprung (das muß man sich mal auf der Zunge zergehen laßen) eine Leistung erzielt die einem Kugelstoß von ca. 6-7 Metern bei M35 entspricht. Damit bekommt man nicht mal ein Sportabzeichen!!!!!!!!!!!! Im Hochsprung M35 wäre die “Vergleichsleistung” ca. 70 cm. Ist die Matte nicht schon höher? Im STABhochsprung der W55 müßte man dann 90 cm springen.

    Wie auch immer, er hat sich sicher keinen Gefallen getan und wird in die Annalen eingehen und die Stimmen, wenn er duch Hallen und Stadien geht, sicher noch viele Jahre hören.

    • Heinz Engels Says:

      Zuvor : Ich kenne den Athleten G. Marcus nicht.
      Ignorieren wir doch mal den Vergleich mit M 35 – 5,70m von T. Lobinger. Das wäre nämlich ein anderes Thema.

      Was mich irritiert, ist die Anfangshöhe bei einer Sen.-WM von 1,60m (zu 2,90m bei der DM) in der M 35 – Stabhochsprung. Wir hatten im Forum schon oft über die Quali bei DM / WM /EM diskutiert. Meine Forderung war (ist es auch heute noch), dass die Qualis mindestens gleich der DM sein müssten (eher höher).
      Hier haben wir ein Beispiel, das nicht der Athlet, sondern die WMA zu verantworten hat. Der Athlet darf nicht die geforderte Anfangshöhe nach unten verändern!
      Bisher vermisse ich von den „Marcus- Kritikern“ (besonders von R. Koop) einen Hinweis, wer diese Anfangshöhe bestimmt hat. Ich kenne die Ausschreibungskriterien nicht. Nach meiner Kenntnis darf ein Teilnehmer bei einer WM nicht die Anfangshöhe bestimmen.

      Wenn ein Athlet als einziger AK-Teilnehmer nach einem erfolgreichen Versuch über die Anfangshöhe den Wettkampf beendet, so spielen die Gründe und auch die Leistung keine Rolle. Entscheidend ist nur, ob der Teilnehmer tatsächlich meisterschaftswürdige Leistungen als Qualifikation für eine Sen.-WM erbracht hat. Spätere weniger gute Ergebnisse bei der Veranstaltung (auch „Salto Nullos“) sollten nicht überbewertet werden.

      @Christopher Gerhard : Welchen großen Schaden hat der Stabhochspringer Marcus der Senioren Leichtathletik und der deutschen Mannschaft zugefügt ? Doch nicht etwa, weil alle anderen Leistungen, die zu Medaillen führen, „beschmutzt“ werden ?

      Zur Erinnerung : Der Athlet G. Marcus hat – nach vorliegender Information – weder gegen die IWR noch gegen die WMA-Regeln verstoßen. Deshalb ist auch die Bezeichnung „Mr. Einmetersechzig“ kein gelungener Scherz.

  9. pino pilotto Says:

    Brrrr! Da läuft es mir aber kalt über den Rücken, wenn ich an den Athleten denke, der durch Hallen und Stadien geht und noch viele Jahre die Stimmen hören wird.
    Eine Heilung – besser: ein Trost – kann nur durch das Fegfeuer von Dantes Commedia erfolgen: „Vien dietro a me, e lascìa dir le genti“ purgatorio V, 13*.
    * für Robert: ist diesmal kein Latein, sondern „Lingua volgare“.

    • Annette & Co. Says:

      Naja Pino, es ist allerdings keine göttliche Komödie sondern eher eine menschliche Tragikömidie. Und ob die italienischen Momente das retten, was da auf Mr. Einmetersechzig zu kommt, glauben wir nicht. Hier aber für Dich, Pino die aktuelle deutsche Übersetzung italienischer Argumentationsmomente, und jetzt müssen wir zu Oma Annis 80.ten!

  10. pino pilotto Says:

    Für Oma Anni:
    Tanti Auguri und ad multos annos!
    Und wie sagt der Franzos‘? 4 x 20!!!

  11. Christopher Gerhard Says:

    Nochmal kurz vorab: M35 STAB!!!hochsprung mit 1,60, nicht Hochsprung, was auch schon (WM Titel im HOCHsprung mit 1,60 bei M35) ein Skandal wäre.

    Auf Lampis.net wird der Nagel zum Skandal um Marcus Günther (Bericht unter News) ziemlich gut auf den Kopf getroffen.

    Leider kann ich kein Italienisch und mein großes Latinum ist schon lange her. Daher kann ich Pino Pilotto leider nicht verstehen. Nicht alle haben Deinen Sprachschatz. Sollen wir Dummen Dich nicht verstehen? Schade.

    Ich denke jedem ist im Innern klar, daß es – selbst wenn es keine Regeln für das was passiert ist geben würde und keine offiziellen Anfangshöhen, die bindend sind- sowas nicht sein darf, um „Weltmeister“ zu werden. Wenn man nur aus dem Stand springen kann, dann startet man nicht.

    Oder wäre es ok wenn jemand die 60 Meter geht weil er verletzt ist und – weil er der einzige Starter ist – Weltmeister im 60 m Sprint wird. Vielleicht hilft der Vergleich ja denjenigen, die hier allen Ernstes erzählen wollen, dass Marcus Günther’s Entscheidung auch nur einigermaßen akzeptabel ist.

    ABER es ist eben zum Glück nicht dem Athleten überlassen alles zu tun was er will und sei es auch noch so abwegig.

    Er hätte von einem Safety Judge vom Wettbewerb ausgeschlossen werden müssen. Und zwar vor dem Matte (einen Anlauf kann er nicht gehabt haben) stehend.

    Das Athleten Handbuch zur WM regelt ganz klar:

    Auszug:
    Safety Judges are necessary to:
    • Ensure that no athlete’s health is endangered by the competition or event.
    • Ensure that every competitor has the motor skills to compete in the event and maintain the
    integrity of the event.
    • Ensure that program is not delayed unnecessarily or demeaned by the performance of a
    competitor.

    Die Punkte 2 und 3 sind erfüllt. Er hätte disqualifiziert werden müssen. Punkt 1 wahrscheinlich auch, aber ich bin sicher einen Punkt zu erfüllen reicht eigentlich auch.

    Die „Integrität“ des Events wurde erheblich beschädigt.

    Das Programm wurde erniedrigt.

    Dass man in solchen Fällen das Handbuch nehmen muß um solcher grotesken Ausmaße Herr zu werden – Titel um jeden Preis – oder glaubt jemand ernsthaft Marcus Günther hätte bei irgendeinem Sportfest 1,60m im STABhochsprung auflegen lassen oder bei der WM wenn 5 Starter am Start gewesen wären, ist doch ein Witz.

    Wie auch immer, für diejenigen, denen sich das stattgefundene Fehlverhalten nicht von selbst erschließt, gibt es ja jetzt „offizielle“ Verstöße an denen sie sich orientieren können.

    @ Pino: sei Dir sicher Marcus Günther ist jetzt bekannt wie ein bunter Hund. Und Du kannst Dir ebenso sicher sein, daß 90% sein Verhalten nicht billigen und – vielleicht nicht wie manche hier im Forum sagen und schreiben was sie über ihn denken – hinter seinem Rücken lästern und tuscheln. Und das wird er hören. Ich meine das nicht lächerlich, sondern genauso wie ich es schreibe. Er wird hören, dass sie über ihn reden. Manche leise, manche laut.

    • Heinz Engels Says:

      Herr Gerhard, offenbar verfügen Sie über mehr Informationen als hier bekannt. Dann bitte ich Sie hiermit, uns diese zu nennen.

      Hier die Übersetzung aus dem Handbuch :

      „Sicherheitsschiedsrichter sind nötig, um zu gewährleisten“ :
      1) – dass die Gesundheit eines Athleten durch Ausübung des Wettkampfes nicht gefährdet ist.
      2) – dass jeder Athlet die körperliche Voraussetzungen besitzt, an dem Wettkampf teilzunehmen, ohne die Echtheit des Wettkampfes in Frage zu stellen.
      3) – dass das Wettkampfprogramm nicht unnötig hinausgezögert und herabgewürdigt durch die Leistung eines Athleten.
      4) – dass die Koodination und Verständigung mit dem Erste Hilfe Personal möglich ist, um unmittelbare Hilfe für die Sicherheit des Athleten einleiten zu können.

      „Sicherheitsschiedsrichter“ : Das WMA Council bestellt einen Sicherheitsschiedsrichter, der befähigt ist, einen Athleten vom Wettbewerb auszuschließen, der den Wettbewerb nicht regelgerecht durchführt oder der bei weiterer Teilnahme seine eigene Gesundheit gefährdet oder Mitwettbewerber behindert. Der Sicherheitsschiedsrichter kann seine Befähigung durch Vertreter ausführen lassen, und jegliches Sicherheitspersonal ist klar erkennbar.

      Nach der vorliegenden Information, dass der Athlet seinen Wettkampf mit einem Ergebnis beendet hat, lässt den Schluss zu, dass das Kampfgericht mit dem Sicherheitsschiedsrichter ohne Beanstandungen, die gegen die IWR/WMA-Regeln incl. „Safety Judges“ verstossen, gehandelt hat.

      So ist Ihr Ansinnen, dass der Athlet von einem Safety Judge hätte ausgeschlossen werden müssen, völlig daneben gegriffen…….oder, wie schon erwähnt, Sie haben Informationen, die auch dem Kampfgericht/Safety Judge nicht bekannt waren.

  12. Ralf Peters Says:

    Ich schlage mich auf die Seite des Athleten. Warum? Ist er daran schuldig, wenn nur ein Teilnehmer an den Start geht? Als Neustarter musste man den Athleten von aussen beraten, statt Medaillen zu tabellieren. Ist bekannt, wer den Athleten diesen Dienst hat zukommen lassen. Grosses Fragezeichen?

  13. Heinz Engels Says:

    Überschrift „SKANDAL“.
    Der wirkliche Skandal ist hier, dass mit „Vermutungen“ ein Athlet erniedrigt werden soll. Warscheinlich sind die 1,60m ein willkommender Anlass…..so mein Eindruck.

    Der wirkliche Skandal ist, dass die 1,60m sooo wichtig zu erwähnen sind, dass der „richtig große und fette Skandal“ um den Doper Barnwell für die „Einmetersechzig“-Kritiker offensichtlich doch nur Peanuts sind. Auch die neue Information, dass Dieter Massin in Kamloops Personenschutz benötigte, scheint noch hinter den „Einmetersechzig“ zu rangieren.

    Das sind für mich die skandalösen Schlagzeilen, die dem LA-Seniorensport schaden, nichts anderes.

  14. Ralf Gansmann Says:

    Warum wohl gibt es keine Mindestleistung bei den Senioren-Weltmeisterschaften? Gäbe es die, so würden weniger Interessenten teilnehmen können. Gleichzeitig würden auch neue Interessenten abgeschreckt werden.

    Nicht für jeden zählt die absolute Bestleistung. Vielfältige Kontakte mit interessanten Menschen aller Altersklassen und verschiedener Nationalität sind doch ebenso genauso wichtig wie die sportliche Bestleistung.

    Damit aber eine solch große Veranstaltung wie die der Senioren-WM stattfinden kann, muss es genug Teilnehmer geben. Ausdrücklich gilt, alle sind willkommen – sowohl die rein Leistungsorientierten als auch diejenigen, die den Spaß in den Vordergrund stellen.

    Dass die übersprungenen 1,60m im Stabhochsprung dieser Veranstaltung Schaden zugefügt haben, kann ich nicht erkennen. Wo sollte dieser auch aufgetreten sein? Die Medien jedenfalls haben sich überhaupt nicht mit der Senioren-WM beschäftigt, was ich persönlich sehr schade finde.

    Ich möchte aber auch auf die Frage eingehen, ob 1,60m genug sind für eine Goldmedaille? Klare Antwort: Kein anderer ist höher gesprungen. Vielleicht sind beim nächsten Mal mehr Starter dabei. Das wäre dann ja im Sinne einer höheren Teilnehmerzahl, die allen zugute kommen würde.

    Hätte M. Günther höher springen können? Na klar, das hat er mehrfach bewiesen. Hätte er höher springen müssen? Ja, wenn es die Umstände erlaubt hätten. Warum eine Verletzung riskieren, wenn noch Starts bei anderen Wettkämpfen geplant waren. Vielleicht wäre M. Günther noch gerne für die Galerie gesprungen, aber vielleicht hat der eine Sprung schon „weh getan“. Was soll er dann machen? Soll er sich nachträglich disqualifizieren lassen? Soll er die Goldmedaille nicht annehmen? Das wäre dann wirklich unsportlich. Ich denke, ihm blieb gar nichts anderes übrig und großartig gefeiert wird er die Goldmedaille bestimmt nicht haben.

    Die gute Annette kennt M. Günther nicht, aber sie schreibt über ihn. Sie hätte sich ja mal die Mühe machen können, mit ihm persönlich zu reden. Aber nein, schnell mal ablästern ist ja viel einfacher. Da finde ich die übersprungenen 1,60m wesentlich sympathischer.

    Sportliche Grüße an alle!

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