Abseits

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Lamine Diack (Foto re) will im nächsten Jahr noch einmal als Präsident der IAAF kandidieren. Dies erschreckt viele, zum Beispiel seinen Vize Sebastian Coe.

Diack – schreibt die Süddeutsche Zeitung

„ist seit 1999 IAAF- Präsident, er folgte dem gerade wiedergewählten, aber dann im Alter von 76 Jahren an einem Herzinfarkt gestorbenen Italiener Primo Nebiolo. Nun ist Diack selber 76, und man merkt ihm das Alter an: Wenn er redet, nuschelt er so, dass ihn kaum jemand versteht. Was jedoch die meisten verstanden haben, ist sein Motiv für die abermalige Kandidatur: Das frühere Parlamentsmitglied will 2012 Präsident des Senegals werden, und als Chef einer globalen Organisation, so glaubt er, habe er bessere Chancen bei der Wahl.
Man muss sich wundern, wie Diack demnächst auch noch einem darbenden Land vorstehen will, wenn er zuletzt schon seinen Weltverband nicht ordentlich führen konnte. Immer mehr Klagen drangen an die Öffentlichkeit. So hat er jüngst einen TV-Vertrag abgeschlossen, der dazu führte, dass im Kernmarkt Europa zuletzt so gut wie keine Bilder mehr von hochklassigen IAAF-Veranstaltungen zu sehen waren. Er hat eine neue weltweite Wettkampfserie initiiert, die Diamond League, deren Wertungssystem für Laien selbst dann unverständlich bleibt, wenn es ihm nicht von Diack vorgenuschelt wird. Vor allem aber, so der jüngste und alarmierendste Vorwurf aus inneren IAAF-Zirkeln, droht der in Monaco ansässige Weltverband in finanzielle Bedrängnis zu geraten. Lamine Diack scheint gerade dabei zu sein, die Leichtathletik ins Abseits der öffentlichen Wahrnehmung zu führen.“ Mehr

Dem  ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Oder?

(Foto:© SpreePiX – Berlin flickr.com, Creative Commons)

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