Nääh!

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Ich freue mich, dass HERBSTGOLD-Der Film am 6. November in unserem Lingener Programmkino CENTRAL-KINO gezeigt wird. Rechtzeitig bringt die FAZ heute ein Interview mit  Regisseur Jan Tenhaven:

Wisst ihr, wie es ist, wenn man tot ist?
Nääh!

Mit dem Rollator zum Diskuswurf, mit 100 Jahren auf dem Podest: Jan Tenhaven hat alte Sportler beim Training begleitet – für die Leichtathletik-WM der Senioren. Am Ende fragt sich der Regisseur: Was ist überhaupt alt?

Die Sportler: Jirí SoukupEin Jahr hat Jan Tenhaven alte Sportler bei ihren Vorbereitungen auf die Leichtathletik-WM der Senioren begleitet. Er hat mit ihnen gefühlt, getrunken und gelacht. Herausgekommen ist der Dokumentarfilm „Herbstgold“. Was hat der Regisseur gelernt? Der Filmemacher über Helden, Falten und Buckel, Ehrgeiz, Liebe, Einsamkeit und die Lust aufs Leben.

Wie hört sich ein Wurf des Weltmeisters Proksch an?

Sein Diskus war der einzige, der das Geräusch „klock“ und nicht „wusch“ gemacht hat. Bei Proksch kann ich nur sagen, das war für mich Pathos pur. Den Moment, als er auf den Platz ging, habe ich wirklich als großes Wunder erlebt. Diese pathetische Musik, die Slowmotion, der Diskus ins Unendliche, das ist meine innere Gefühlslage in dem Moment gewesen. Und, glaube ich, für das ganze Team. …

Weiter bei der FAZ…

 

 

(Foto © Tenhaven)

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6 Antworten to “Nääh!”

  1. Klimmer, Hellmuth Says:

    Liebe Annette,
    deine Vorfreude auf HERBSTGOLD kann ich verstehen, denn zu Recht wird der Dokumentarfilm in den Medien positiv rezensiert. Die FAZ lenkt jetzt die Aufmerksamkeit der (sportinteressierten) Leser auf diesen Film, und es gelingt ihr im TENHAVEN-Interview gut die Protagonisten treffend zu charakterisieren.
    Der Film sollte uns wettkampforientierten Senioren aber besonder über die „Philosophie“ des Sporttreibens im hohen Alter zu denken geben. PROKSCHs und LIEDTKEs Einstellung sollten wir verinnerlichen – je älter wir werden. Die G o l d m e d a i l l e ist tatsächlich unwichtig …

    (In einer e-mail sende ich dir Fotos von Herbert Liedtke und seiner Begleiterin aus dem Tenhaven-Filmteam, als sein Film bei uns in Halle mehrere (!) Tage lief. Auch hier zeigte er sich als humorvoller u n d tief trauriger Witwer und Seniorensportler.)

    Herzlichst H. Klimmer

  2. Eisenstein Says:

    6. November? Herbst? Herbstgold gar? Lingen? Central-Kino?
    Ja, warum nicht?
    Mal sehen, wo Lingen liegt und darin das Central-Kino…
    …aber hoffentlich hat es nicht allzuviel Stahlreifen-Ästhetik…

  3. Trainer Says:

    Endlich lerne ich mal Kennen , wie ich mit 109 den Diskus Werfe ! Oder
    den Speer aus dem Rollstuhl mit 98.
    Schade, ich finde diese Art der Senioren Darstellung Zwiespältig. Einerseit soll der Film auf Seniorensport abheben, zum anderen beschäftigt er sich in der Hauptsache mit Senioren/rinnen über 80 Jahre.
    Vielleicht sollte es mal Jemanden geben, der die Senioren , im „Sportlichen Leistungsbereich“ darstellt und zeigt, wie diese sind, im Alter zwischen 60 und 80 sind ! Dann würde die Öffentlichkeit noch mehr von profitieren. So ist das nur ein Film für Greise.

  4. Klimmer, Hellmuth Says:

    „So ist das nur ein Film für Greise“ – eben nicht Sportfreund R u d e r t !

    Der Film ist durchaus betrachtenswert auch für „jüngere“ Senioren, ja, sogar für (noch) nicht Sport treibende ältere Menschen. Hier wird beispielgebend vor allem die E i n s t e l l u n g gezeigt, die wir alle an den Tag legen sollten, um Lebensqualität und Gesundheit zu erhalten. Niemals kam es den Filmemachern darauf an, eine Leistungssportdokumentation zu produzieren, Spitzenleistungen (z.B. die von Ritte, G.Müller; …) oder deine relativ guten Sprünge bzw. Ähnliches von 60 … 70-Jährigen zu zeigen.

    Zwischen deinen Zeilen (kaum bist du als „Trainer“ mit deiner „schwingdichhoch“-HP wieder im Netz) schwingt wieder deine nicht zu bremsende Kritikwut und unterschwellig deine Selbstüberschätzung mit. Gut wäre, wenn du vor solch Beiträgen mal die Meinung anderer Sportler in deinem Umfeld erfragst – vielleicht sind sie anderer Meinung und du solltest dann deine Auffassung relativieren …

  5. Eisenstein Says:

    Ja, wahrlich, Trainer! der Film ist auf einem derart abstrakten Niveau (Soukoups Ehefrau!, Liedkes Zweideutigkeiten!) und auch die Kameraführung – aber ach, lassen wir die Details, um zu vermeiden, dass die Zwiespalt uns anheimelt, anraunt gar; der Film also ist nur einer, einer für Greise nämlich! Wie konnte das den bisherigen Kritikern engehen? Warum nur hat man nicht endlich einen anderen Film gemacht, statt diesen? Schade um das teure Filmmaterial und all die Zuschauer, die den Film nicht verstanden haben, nicht wie du, Trainer, der ihn uns nun in seiner wahren Absicht offenbarst: Es ging im Film darum, wie Du, Trainer, lernen kannst, mit 109 den Diskus oder den Speer aus dem Rollstuhl 11 Jahre vorher zu werfen. Ich sage dazu nur: Da sieht man wieder diese Zahlenmystik! Ha! Entlarvt! Oder auch nicht, egal!
    Danke, Trainer, dass du uns in deiner Weitsicht die Augen öffnetest: Es ging in diesem Film nur um dich, ob mit 98 oder mit 109 ist zwar noch zwiespältig(da!), aber eben: die vertrakte Abstraktion! Und deshalb wars für Greise gedacht!
    Wir jedoch bleiben zurück, verwaist und ohne Trost, und warten auf den Jemanden auf dass es in gäbe und darstellen täte, all das, das alles!

  6. Christiane Adam Says:

    Hallo!
    Heute Abend kommt Ilse Pleuger, die Kugelstoßerin aus dem Film „Herbstgold“, als Talkgast in die Sendung DAS! im NDR-Fernsehen um 18.45 Uhr.
    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/das/gaeste/dasgaeste100_page-3.html
    Tipp!
    Viele Grüße
    Christiane Adam

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