Respektlos

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Eigentlich bin ich nicht ganz sicher, ob der Begriff respektlos passt. Und ich meine damit nicht den wenig selbstbewussten Auftritt einer niedersächsischen  Landesverbands-Vorsitzenden (pardon: „Präsidentin“) am Samstag bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Löningen (Landkreis Cloppenburg), die bei den mittäglichen Siegerehrungen der Altersklassen-Athleten durch Abwesenheit glänzte. Dabei ließ sie  sich aber im DM-Programmheft als „DLV/NLV“ Verantwortliche benennen und den vom Präsidium entsandten DLV-Vize Matthias Reick auf diese Weise  unter den Tisch fallen.
Nein, mich irritiert mehr dieser seltsame Mut zur Lücke in der bildlichen Aufarbeitung der vor Ort bestens organisierten DM: 17 Videoberichte von Leichtathletik-Tv und 21 Fotos (davon 4 x Sabrina M., die trotz seltsamer Wettkampfkleidung stark lief)  finden sich auf der Internetseite des DLV. Aber dass rund 500 ambitionierte Masterläuferinnen und -läufer und ihre Leistungen dabei überhaupt nicht vorkommen, finde ich respektlos. Das schreibe ich auch gern Wilfried Raatz (Darmstadt) ins Stammbuch, der in seinen Wortbeiträgen kein Wort über uns Seniorenleichtathleten verliert, und das, werter Wilfried Raatz, wird nicht dadurch besser, dass Jörg Reckemeier Mitte der Woche präzise auf einer Internetseite die Seniorenergebnisse darstellen wird.

Stimmen Sie mir zu, dass respektlos der bessere Begriff für dieses Verschweigen ist, als es das Wort arrogant wäre?

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2 Antworten to “Respektlos”

  1. Klimmer, Hellmuth Says:

    Liebe Annette,

    du läufst Gefahr, dich wegen der Nichtnennung der siegenden SeniorInnen (gehörtest du dazu?) ähnlich zu echauffieren, wie einst Jürgen R u d e r t , der sich zur DM in Vaterstetten nicht wahrgenommen fühlte.
    Wir Senioren sollten doch endlich begreifen, dass wir uns nicht mit den Hochleistungssportlern (etwa mit Mockenhaupt) vergleichen sollten / können, und dass die Berichterstattung über uns deshalb eine Nummer kleiner ausfallen muss. Professionelle Journalisten „bedienen“ natürlich Medien, die sich zuvorderst den Interessen der Leser, Zuschauer, … verpflichtet fühlen (müssen).

    D u und viele andere erfolgshungrige Senioren sollten besser das verinnerlichen, was Armin H a r y erkannt hatte, als seine Freunde ihm begeistert (nur) auf die Schultern klopften. „Es rürte ihn, wie sich seine Kameraden um ihn sorgten. Das tat ihm gut und bedeutete ihm mehr als der ganze Jubel draußen“, schrieb sein Biograf Knut Teske (im Buch:“Läufer des Jahrhunderts“ – Verl d. Werkstatt Göttingen 2007).
    A l s o : Schiele nicht auf die Zeilen von Lokalreportern, nicht aufs Laudatio von Reckemeier, Massin, ( Berglauf-)Raatz; freu dich über ehrliche Anerkennung deiner (unterlegenen?) Mitstreiter …

    (Zugute halte ich dir aber, dass du – im Gegensatz zu Rudert damals – die DM als solche aber nicht abqualifizierst.)

    Liebe Grüße
    Hellmuth

  2. Ralf Peters Says:

    Ich würde den BLOG einfach so lesen, wie er geschrieben ist und nicht interpretieren wollen, dass es Robert Koop um fehlende Anerkennung seiner erfolgreichen Frau Annette geht. Es ist schon symptomatisch, dass im DLV die „große Masse“, sprich die Senioren, selbst in der Berichterstattung nicht vorkommen. Bleibt zu hoffen, dass Jörg Reckemeier noch einen Nachschlag besorgt, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.
    Jörg Reckemeier wird dabei sicher wieder einen (sachlichen, wie immer) Bericht schreiben, der einfach nur zu lesen ist und nicht zu interpretieren.

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