Archive for the ‘EM 2008-2009’ Category

Kommentar

26. März 2009

Ken Stone, Nestor der Praesentation der Masters-Leichtathletik im Internet, schreibt aus der kalifornischen Ferne ueber die EM in Ancona. Es werde das „Monster meet“ eroeffnet. Wir haben auf seiner Webseite dies heute so kommentiert:

„A word in your ear, Ken: No Monster meet, but an event!

Not only the competition book is sensational. EVAA and the local Italian LOC are really doing a great job with such highlights in the Palaindoor of Ancona as results within seconds or minutes, electronic sign-in, scoreboard showing startlists, results, tv of the indoor-competitions, video, photo finish screenshots, the competitions are on schedule – exactly btw. And the wonderful Italian spring, too – outside palaindoor, we admit ;-).

Well, Ancona gives a warm welcome to the masters athletes & scene in the sportsworld of 2009.

Overall Ancona’s European indoor ’09 is setting new standards for the upcoming championships of masters athletics. At this time it seems the best Masters championship ever.

Hoffen wir, dass unsere Einschaetzung auch am Sonntag noch so ist wie heute.

frei uebersetzt:

Ein Wort im Vertrauen, Ken: Das ist hier keine Monster-Meisterschaft, das ist ein Ereignis. Nicht nur das Wettkampf-Handbuch ist sensationell, wie Du schreibst. Die EVAA und die oertlichen Organisatoren in Italien leisten allerbeste Arbeit und praesentieren im Palaindoor von Ancona solche Hoehepunkte wie Resultate binnen Sekunden oder Minuten und elektronischer Stellplatz, eine Anzeigetafel, die Starterlisten, Ergebnisse, Fernsehuebertragung aus der Halle, Videofilme und die ausgewerteten Zielfotos zeigt – und das alles bei einem exakt eingehaltenenWettkampfzeitplan. Und dann gibt es noch den wunderbaren italienischen Fruehling dazu – allerdings ausserhalb der Halle, geben wir zu.
Ancona begruesst die Mastersathletik herzlich in der modernen Welt des Sports 2009.
Diese Hallen-EM setzt neue Massstaebe fuer die kommenden internationalen Meisterschaften der Seniorenleichtathleten. Es sieht so aus, als werden sie die besten Masters-Meisterschaften ueberhaupt.

Nachtschicht

17. Februar 2009

Der Zeitplan der Senioren-Halleneuropameisterschaften Ancona 2009  ist online.  Und er verrät, was auf die Mastersathleten und die Kampfrichter und den Espressoverkauf in der Halle zukommt: Nachschicht. 

Für notwendige Reformen bei der EVAA ist dies eine Steilvorlage. Leider müssen die Athleten vorher durch die adriatinische Hölle. Zahlen (sie stimmen): 569x 200 m (418 M / 151 W), 517x 100 m (395 M / 122 W), 230x 5-Kampf (173 M / 57 W). Man könnte noch ein paar hinzusetzen.

Qualifikationsnormen sind angesichts dieser Teilnehmer- und Meldezahlen künftig unabweisbar notwendig.

Ancona-Hotel

11. Februar 2009

Diese Zuschrift geben wir gern bekannt:

Da es bereits Anfang Januar problematisch war, noch eine Unterkunft in Ancona zu bekommen,  bin ich in intensive Internetrecherchen eingestiegen und habe letztendlich noch etwas einigermaßen Bezahlbares gefunden.

Es ist nun der Fall, dass ich zunächst in einem Hotel reserviert habe, dann aber noch eine verkehrstechnisch günstigere Möglichkeit gefunden habe. Die erste Reservierung besteht aber noch, so dass ich anfragen wollte, ob möglicherweise noch jemand dringend eine Unterkunft sucht, bevor ich die Zimmer (1 Einzelzimmer und 1 Doppelzimmer) storniere, was ich noch bis zum 20. März kostenfrei tun kann. Wäre aber schade drum, falls noch jemand dringend sucht.

Es handelt sich um das Hotel:

Hotel II Brigantino
Viale Scarfiotti 10/12
Porto Recanati, 62017
Italien

Das Hotel liegt direkt am Meer, setzt aber ein Auto voraus, da es einige Kilometer von Ancona entfernt liegt. Kostenpunkt ist für das Einzelzimmer 330 € für 6 Nächte (23.03. bis 29.03.)  sowie 522 € für das Doppelzimmer (Zimmerpreis) jeweils inkl. Frühstücksbuffet 

Soweit die Zuschrift. Bei Interesse bitte an mich eine E-Mail. Ich stelle dann den Kontakt her.
Annette Koop

Sammlung

5. Februar 2009

 

massinancona1Ich rufe zu einer Sammlung auf, nachdem ich gerade das Athletenhandbuch für die EM in Ancona heruntergeladen und durchgeblättert habe. Eine Sammlung, damit unser aller Präsident Dieter Massin (Ahlen) endlich mal ein vernünftiges Foto von sich anfertigen lässt und das dann in einem „Entry booklet“, also Athletenhandbuch, veröffentlicht. Keine Frage, Massins Bild in der Ancona-Handbuch (rechts) ist Klassen schlechter als das im gleichartigen Papier aus Ljubljana. Jetzt wirkt es auf mich wieder so wie ehedem, also: Es  fehlt am unteren Rand wirklich nur die laufende Nummer des kriminalpolizeilichen Erkennungsdienstes.

Schlussfolgerung: Wir müssen für einen Porträtfotografen sammeln. Wer macht mit?

Gesund

6. Januar 2009

0828anconaHaben Sie  sich, wie ich heute, schon für die Senioren-Europameisterschaften in der Halle angemeldet, die vom 25. bis 29. März in der italienischen Hafenstadt Ancona stattfinden? Mit fiel dabei ein wichtiger Unterschied auf. Und das kam so:

Am nächsten Sonntag soll ich – so ich nicht im letzten Augenblick den Lingener Neujahrsempfang vorziehe – auf dringenden Rat meines Trainers Arno Kosmider an der Tunxdorfer Schleife nahe Papenburg  einen, meine Gesundheit fördernden und fordernden Crosslauf absolvieren, bei vermutlich sehr frostigen Temperaturen. Ob es wirklich meiner Gesundheit dient, bezweifelte ich heute und ich weiß schon jetzt, wie sehr ich an den lauen italienischen Adria-März denken werde, wenn ich mich an diesem Januar- Sonntag im deutschen Nordwesten zum Cross warm laufe. 

Und an die Gesundheit der vielen EM-Mitstreiter aus den europäischen Nationen werde ich dann ebenfalls denken. zum Beispiel an die Engländer und die Italiener, die sich auch gerade zahlreich für die Hallen-EM in Ancona anmelden. Die Engländer müssen mit ihrer Unterschrift unter das „AmneldeFomular“ (!) nämlich erklären, „nach bestem Wissen und Gewissen bei guter Gesundheit “ („to the best of my knowledge and belief I am in good health“) zu sein. Die Italiener versichern gar vorformuliert, dass sie sowohl geistig voll auf der Höhe als auch in gutem physischen Zustand sind („di essere in pieno delle facoltà mentali e in buone condizioni fisische„). Physisch reicht nicht mal.

Nur von uns anmeldenden Deutschen wollen die Veranstalter reinweg gar nichts über die Gesundheit wissen. Wir sollen nur per Unterschrift auf Schadensersatzansprüche verzichten, die Ausschreibungsbedingungen anerkennen und zusichern, zum Dopingtest zu gehen, sofern wir dafür ausgelost werden. Mehr will der Anmeldebogen nicht von uns.

Der Grund ist klar: Die Italiener kennen uns Germanen eben schon viele Jahre und wissen längst, wir würden immer zu ihnen in den warmen Frühling reisen, selbst wenn wir mental angeschlagen und physisch nicht in Ordnung wären. Wie formulierte es Johann Wolfgang von Goethe: 

Ich kann sagen, daß ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Mensch sei. Zu dieser Höhe, zu diesem Glück der Empfindung bin ich später nie wieder gekommen.

Also, über Lahti beispielsweise hat er das nicht gesagt… 😉

Ausstehend

5. Dezember 2008

Heute kam Post vom DLV:

Darmstadt, 02. Dezember 2008

XVI. Leichtathletik-Europa-Meisterschaften der Senioren/innen in
Ljubljana/Slowenien vom 23. Juli bis 3. August 2008

Sehr geehrte Frau Koop,

mit diesem Schreiben erhalten Sie die vom Veranstalter noch ausstehende/n

Silbermedaille W 45 4x400m Staffel.

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und eine schöne Adventszeit.

Mit freundlichen Grüßen

Paola Brenner-Vacirca
Sachbearbeiterin
Referat Allgemeine Leichtathletik

Anlagen

Ehrlich gesagt, hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben. Da ist es jetzt um so schöner 🙂

Gut verpackt

5. August 2008

Ab der 4×4 W55 (oder W50?) gab es für jede der drei Siegerstaffeln in Ljubljana nur eine Medaille und jeweils drei Staffelathleten gingen leer aus. EM-Organisationschef Edvard Sega erklärte in einer kurzen Rede, die Auszeichnungen (und Urkunden) seien leider gestohlen, entschuldigte sich zerknirscht und versprach hoch und heilig, man werde die Medaillen nachprägen lassen und sofort den Federationen zusenden. Das Nachprägen ist jetzt nicht mehr nötig. Denn die Medaillen sind da. Er hat sie selbst gefunden.
Edvard Sega als alleiniger EVACS-Organisationschef wollte vieles und übersah folgerichtig manches, auch dass die restlichen Medaillen und Urkunden für die Staffeln gut verpackt in seinem Zimmer standen. Am Morgen nach der Meisterschaft fand er die verschwundenen Medaillen. Zu spät für viele  Athleten, die ein wenig traurig nach Hause fuhren.
Insgesamt haben aber in Ljubljana  EVAA und die lokalen Organisatoren (LOC) gute Arbeit gemacht.  Wie sehr das LOC bemüht war, für die Athleten zu arbeiten, zeigte Brane Tome als Sekretär: Noch am Abschlussabend fuhr er die meisten Hotels an, in denen die Delegationsleitungen untergebracht waren, und lieferte die Ergebnisliste des letzten Tages ab.

ps Hat eigentlich jemand gesehen, wo wir die Resultate des Marathonlaufs finden können?

Vergebung

1. August 2008

Ich bitte um Vergebung.

Zwar habe ich dieses Mal den Laptop dabei und auch das drahtlose Netzwerk im Stadion funktioniert einwandfrei (man muss eben nur den Einschaltknopf am Laptop betätigen). Aber ich habe schlicht keine Lust, tiefschürfend über die Wettbewerbe dieser EM zu schreiben, die im Vergleich mit früheren Europameisterschaften auch freundlich („Hallo, Potsdam!“) und gut („Hei, Italia!“) im wunderschönen und preisgünstigen („Hej, Aarhus!“) Ljubljana organisiert ist. Denn es ist heißer Sommer in Slowenien und ich hab‘ Urlaub und eben keine Lust. Also keine großen und kleinen Artikel über

  • Guido Müllers gezerrte Sehne („Gemach‘ Heinz Engels, er läuft wieder, locker und flott“),
  • den geduldigen vierfachen Umzug von DLV-Physiotherapeut Thorsten Beckemeyer mit Liege und allem Gerät,
  • Klaus Goldammers klugen Ausstieg aus den 5000m, als der Körper rebellierte,
  • den folgenlosen Hürdenfehlstart von Rolf Geese im Vorlauf, den er gelassen wegsteckte, und den Tritt in die 8. Hürde von Konkurrent Dieter Tisch im Finale, der diesen den sicheren Sieg und fast auch noch das hochverdiente Silber gekostet hätte, weil „Di-ä-ter“ (Stadionsprecher Josef Antentas) sich so ärgerte und auf den letzten Metern gar aufhörte zu laufen,
  • den deutschen Abend („ohne Freibier!“),
  • die abgeschaltete Anzeigetafel, deren Informationen den Zuschauern gut getan hätten,
  • die 5-Kampf-Silbermedaille des sportlichen Zwillingsbruders unseres Schweizer Korrespondenten Josef Signa (O-Ton: „Genau“),
  • die guten deutschen Mittelstreckler (in Posen noch ganz anders),
  • die Weigerung der disqualifizierten Schweizer W80-Geherin Marianne Dahinden („Sie heißt wirklich so!“) endgültig und endlich aus dem Wettkampf zu gehen (weil „Ich hab doch bezahlt!“) ,
  • das noch immer nicht von mir dem „1st-Class-Fotografen“ Tom Philipps ausgegebene Bier,
  • den Streik des Taxifahrers, sein Fahrzeug an die Seite zu fahren, damit Merlene Ottey zu ihrer Trainingsgruppe slowenischer Athleten ins Stadion gelangen konnte (Merlene Ottey setzte sich schließlich durch),
  • die Hochzeit von Kalli Fluckes Sohn und ihren Einfluss auf das deutsche Betreuerteam,
  • die Tüte in der Hand von EVAA-Präsident Dieter Massin, der als Safetyjudge beim Straßengehen auch den Abfall einsammelte,
  • die Grundstellung von Siegerehrungschef Pekka Kurkki bei jeder Nationalhymne plus Fußwippen beim Ertönen der italienischen Hymne (nur bei der),
  • den starken Auftritt des Pforzheimer Gehers Otto Schwab im 20km-Gehen zwei Monate vor seinem 80. und seine Enttäuschung, dass ihm trotzdem die Medaille versagt blieb,
  • die erfolgreichn Vertragsverhandlungen mit unserer neuen italienischen Korrespondentin Rosa Marchi („Benvenuti, Rosa!“)
  • die Schweizer 3fach-Weltrekordlerin Christine Müller (W50) im LCZ-Zürich-Bulli vor dem Stadiontor, mit Freund Dieter und fünf briefträgerfeindlichen Hunden,
  • und überhaupt das tolle Sportzentrum von Ljubljana: Alles im Umkreis von 2 Minuten!

Ich hab‘ eben Urlaub und erst, wenn ich nächste Woche wieder im Lande bin, werde ich das Schatzkästchen deutscher Lokalzeitungen öffnen und dadurch die verehrte Leserschaft informieren. Also, Vergebung!

Weißblau

28. Juli 2008

Als Veranstalter muss man sich immer auch unkonventionell zu helfen wissen. 41 Leichtathletik-Landesverbände sind bei den 16. Europameisterschaften der Seniorenleichtathleten in Ljubljana vertreten und daher gibt es auch 41 Fahnen. Gestern flatterten die 41 oberhalb der Gegengerade und 41wurden auch bei den Siegerehrungen benötigt. Drei junge Männer tragen sie mit ernsthaftem Blick auf die kleine Bühne nahe der Start- und Ziellinie, postieren sich hinter den Athleten und sehen einmal mehr wie EVAA-Schatzmeister Pekka Kurki die Medaillen überreicht und anschließend bei den  Klängen diverser Natioanlhymnen die militärische Ausgangsstellung einnimmt und nur bei der italienischen leicht mit den Füßen wippt.

Gestern nun gab es ein Problem. Nur 40 Flaggen. Ausgerechnet die finnische fehlte. Nur wurde sie eben mehrfach benötigt. Da traf es sich gut, dass auch Israel Mitglied der EVAA ist und die israelische Flagge nicht nur nicht gebraucht wurde sondern in exakt demselben Weißblau gehalten ist – just wie die finnische. Ein um’s andere Mal knuddelte also der Fahnenträger die israelische Flagge am Griff zusammen und präsentierte sie so ernsthaft wie eine finnische Fahne. Eigentlich ist es (fast) nicht aufgefallen, denk ich mal.
Heute ist das Problem gelöst und die Finnen sind flaggenmäßig up-to-date.

Allerdings flattern inzwischen auch 42 Fahnen auf der Gegengerade, die Ungarische ist hinzu gekommen, etwas abgesetzt und ganz rechts außen. Warum 42, wenn nur 41 Länder gemeldet sind? Aber das ist eine andere Geschichte.

1,21

26. Juli 2008

Also, wir sind in Ljubljana angekommen nach 1200 und ein paar Kilometern mehr. Der Empfang im Hotel war eher reserviert. Die Kueche hatte geschlossen. Im Stadion gab es kein drahtloses Internet und das Media-Center sind sechs (oder sieben) heruntergeklappte Tischchen in Hoehe der Ziellinie. Aber an der ersten slowenischen Tankstelle kostete das Superbenzin 1,21 Euro. Welch ein Erlebnis… :-))