Arno Küppers

30. Juni 2013 by

Küppers„Wenn die Termini „plötzlich und unerwartet“ zutreffen, dann in diesem traurigen Falle. Große Bestürzung löste in der Seniorenszene die längst noch nicht überall angekommene Schreckensnachricht vom abrupten Ableben von Dreispringer Arno Küppers (*1954) vom ASV Süchteln aus, einem mehrfachen nationalen Titelträger, Europa- und Weltmeister in verschiedenen Altersklassen.

Der 59-jährige Dülkener war am vorvergangenen Montagabend (17. Juni) gegen 22:20 Uhr auf der zu diesem Zeitpunkt wenig befahrenen A 44 aus Richtung Aachen kommend zwischen den Abfahrten Jülich-Ost und Titz auf gerader Strecke ohne Fremdbeteiligung mit seinem Audi R 8 von der Fahrbahn abgekommen und tödlich verunglückt. Das Autowrack war in unzählige Einzelteile zerlegt, sein Leichnam bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Folglich konnte an Ort und Stelle keine Personenidentifizierung vorgenommen werden, musste erst eine DNA-Analyse seiner von der Polizei eingeholten Zahn- und Haarbürste letzte Aufschlüsse geben. Die liegt mittlerweile vor, und nunmehr ist es traurige Gewissheit, dass es Arno Küppers war, der bei dem Unfall ums Leben kam.

Da sonst keinerlei Substanzen vom Gerichtsmedizinischen Institut in Köln-Ehrenfeld vorgefunden wurden, die etwaige Rückschlüsse auf diesen folgenschweren Unfall zuließen, bleibt die eigentliche Ursache wohl für immer ungeklärt. Ein Hasardeur war Arno jedenfalls nicht. Vielmehr ein ebenso besonnener, verantwortungsbewusster Autofahrer wie Mensch, alles andere als ein notorischer, unverantwortlicher Raser, der hier Opfer seiner Leidenschaft geworden sein könnte. Dies werden alle bestätigen, die in näher kannten. Dazu gehört auch sein Klubkamerad Christopher Gerhard, der die Unfallstelle mehrfach abfuhr und ausschließt, dass selbst bei hoher Geschwindigkeit eine dort vorhandene  Bodenwelle zu dem „Abflug“ in die von Bäumen gesäumte Böschung geführt haben könnte. Bleibt die Theorie vom Sekundentod oder Kreislaufkollaps hinter dem Steuer, die allerdings auch nur ein schwacher bis gar keinTrost sein kann.“

Die sterblichen Überreste von Arno Küppers, der ledig war, aber eine 88-jährige Mutter hinterlässt, wurden nunmehr zur Bestattung freigegeben. Die Beisetzung findet am kommenden Donnerstag, 04. Juli, statt. Die  Trauerfeier  beginnt um 12 Uhr in der Kapelle des Friedhofes von Dülken (Kreyenbergstraße 43, 41751 Viersen).  Axel Hermanns

 

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London Marathon

21. April 2013 by

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Boston

16. April 2013 by

Dave Ortman (Seattle): “Bill Iffrig, a M78 masters runner, is one of the Club Northwest runners (from Lake Stevens, WA) shown right at the finish line when the bomb goes off. He’s at about 00:36 of the second video clip. Also a writeup on him at Boston.”

Bill won three medals at 2011 Sacramento worlds, including bronze in the 5K and 10K. I saw him interviewed on CNN Monday night, and a Google search shows close to 5,000 stories mentioning him and the Boston Marathon. Ken Stone(Masterstrack.com): „We hope all our roadie friends and family are safe and find a way to get up and finish the way Bill did. Let us know what you heard or saw.“

[mehr auf deutsch…]

Quelle: masterstrack.com

athletes party

4. Februar 2013 by

Zur Einstimmung auf die Athletenparty bei den 9. Leichtathletik-Halleneuropameisterschaften der Senioren in San Sebastian/Donostia vom 19. bis 24. März 2013:

Diese Europameisterschaften in der Halle sind eine einzigartige Gelegenheit, bei einem  traditionellen Abendessen und einer anschließenden Party aller Athleten gemeinsam in einem festlichen, sportlichen und kulturellen Rahmen zusammen zu feiern.

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, in einem entspannten Umfeld außerhalb der Wettkampfstätten, Teilnehmern aus ganz Europa zu begegnen und die einmalige Gelegenheit, die baskische Küche kennenzulernen. Eine Gelegenheit, die sie nicht verpassen sollten. Hier ein Vorgeschmack:

Sandy

31. Oktober 2012 by

Oh jeh. Da haben die Ostküstenbewohner der USA wirklich „etwas mitgemacht“. Der Tropensturm Sandy hat viele Opfer gekostet und riesige Schäden angerichtet, auch in New York City, wo am kommenden Sonntag der NYC-Marathon stattfinden soll. SPON meldet dazu heute Nacht:

„Trotz der Zerstörungen in der Stadt soll der New York Marathon am kommenden Sonntag wie geplant stattfinden. Der Veranstalter New York Road Runners (NYRR) äußerte sich am Dienstag zuversichtlich, das größte Massenlauf-Spektakel der Welt wie geplant ausrichten zu können. Die Vorbereitungen dazu würden vorangetrieben, sagte NYRR-Präsidentin Mary Wittenberg.

Vor allem die rechtzeitige Anreise der 20.000 Läufer aus dem Ausland stellt angesichts der durcheinandergewirbelten Flugpläne ein großes Problem dar. Aber auch die Anfahrt für die rund 30.000 Läufer aus den USA dürfte wegen der Schäden im öffentlichen Nahverkehr nicht einfach werden. Denn die durch den Sturm lahmgelegte New Yorker U-Bahn, die werktags 5,3 Millionen Menschen befördert, kann laut Bürgermeister Michael Bloomberg auch noch am Wochenende ausfallen.“

Auch angesichts der Opfer fällt es schwer daran zu glauben, dass bis und am Sonntag alles klappt. Wir werden am Mittwoch mehr sehen, twitterte das Büro von New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg.

Achilles

12. Mai 2012 by

Sie tut mir weh im rechten Fuß, seit einem Jahr, und das ist nicht gut. Die Achillessehne. Jetzt tut mir anderes weh. Bei Stefan Niggemeier finde ich anderes zum Stichwort Achilles:

Vielleicht ist es doch so, dass die Menge dessen, was sich über das Laufen erzählen lässt, endlich ist. Und womöglich hat allein Hajo Schumacher schon ein Vielfaches davon zu diesem Thema publiziert.

Unter dem Pseudonym »Achim Achilles« schreibt er seit Jahren Kolumnen, veröffentlicht Bücher, lädt zum gemeinsamen Laufen, verkauft Mittelchen und Hilfsgeräte, organisiert eine ganze Community und füllt dieselben Tipps und Gedanken in immer neue Gefäße. Doch im März ist die Zahl seiner Publikationen um eins gesunken. Schumacher musste sein E-Book »Einfach loslaufen« vom Markt nehmen. Er hatte darin nämlich auch Inhalte recycelt, die gar nicht von ihm sind.

Längere Passagen stammen, nur minimal verändert, aus dem Buch »Joggen in Berlin« von Jens Karraß, das 2005 erschien:

Everglades

30. Oktober 2011 by

Die USA wird ihrem weltweiten Ruf  als Land der unbegrenzten Möglichkeiten wieder und weiter gerecht. Leider auch auf dem Sektor Doping. Der Beleg: Scheibchenweise kommen immer weiter positve Nachrichten von den US-Masters-Meisterschaften, Ende Juli in Berea (Ohio), zu Tage.

Noch während in Sacramento die Mastersathleten bei der WM um Medaillen und Resultate kämpften, wurde bekannt, dass die US-Amerikaner das Thema Doping ernst nehmen wollen. Von  US-Mastersathleten waren wie nie zuvor TUE-Anträge eingereicht worden und sie, die Masters, machten damit die USA weltweit zur führenden Nation sauberer Verhältnisse, was diese Anträge anging. Und als dann bei den nationalen US-Titelkämpfen kurz danach erstmals in der Geschichte des Verbandes auch noch (wenn auch nicht sehr viele) Doping-Tests stattfanden, war klar, dass Doping bei den US-Boys-and-Girls wirklich ein Thema geworden war.

Dass jedoch bei diesen nationalen Meisterschaften bislang drei positive Tests festgestellt wurden (hier der letzte), sprengt doch ein wenig den Rahmen des Vorgestellten. Dazu ein positiver Fall bei der WM in Sacramento, so dass in toto gar der (deutsche) Doping- GAU von Lübeck aus dem Jahr 2004 noch übertroffen wurde, als gezielt die kontrolliert wurden, über deren beeindruckende Leistungen hinter vorgehaltener Hand viel geflüstert worden war.

Verständlich, dass nun weltweit viele Masterssportler das aussprechen, was bislang -wie damals bei uns zuhause- nur hinter vorgehaltener Hand geflüstert wurde:  Die sportlichen US Everglades sind offenbar viel größer als ohnehin schon vermutet.

(Bild: Everglades Swamp, Sumpf, USA; © Hein Mück)

Again

20. Oktober 2011 by

… und mehr aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Erika Sauer

7. Oktober 2011 by

Eine schöne Nachricht zum Wochenende. Wieder einmal hat es ein deutsche Senior, pardon: eine deutsche Seniorin geschafft, eine Wahl zur „EBV“ (European Best Veteran) zu gewinnen: Mehrkämpferin Erika Sauer, W 70, SpVgg. Warmbronn.

Im Vorjahr bereits deutsche „Seniorensportlerin des Jahres“ nach Wahl durch die Leser des Magazins „Senioren Leichtathletik“, steigt Erika Sauer nun eine Stufe höher und wird auf europäischer Ebene als Leichtathletikseniorin des Jahres 2011 ausgezeichnet.

Mit Wolfgang Reuter (TSV Klausdorf) fing 2005 alles an, dann folgten 2006 Melitta Czerwenka-Nagel (LAG Saarbücken), 2008 Wolfgang Ritte (Weseler TV) und 2009 Guido Müller (TSV Vaterstetten).

Mit diesen Best-of-Ehrungen, vom Weltverband WMA, vom europäischen Partner EVAA und durch das Magazin „Senioren Leichtathletik“, wird die große Bedeutung des Seniorensports in der Leichtathletik national wie international herausgestellt.

Herzlichen Glückwunsch an Erika Sauer, die in Gent wie auch in Sacramento erfolgreich wie keine andere war und als I-Tüpfelchen in den Staaten gar noch einen Weltrekord im Siebenkampf aufstellte. Deutschland hat mit Erika Sauer eine weitere Botschafterin für die Seniorenleichtathletik.

Bei den Männern gewann Dreispringer Stig Bäcklund. Der Finne ist seit Jahren in seiner Disziplin der Weltbeste (und Rekordhalter) und konnte in Gent wie in Sacramento jeweils mit großem Abstand gewinnen. Die Ehrung der European Best Veterans erfolgt Ende Januar 2012.

Nota bene:
Das Council des Leichtathletik-Weltverbandes der Senioren (WMA) hat übrigens entschieden: Auch 2011 kommen die weltbesten Senioren aus Ozeanien. Im Vorjahr waren es zwei Australier, dieses Mal fiel die Wahl auf Lyn Ventris (W 50, Australien) und auf Ron Robertson (M 70, Neuseeland).
Beide werden zur IAF-Gala am 12. November nach Monaco eingeladen und dort geehrt.

Europäisch

26. September 2011 by

Geht man nach dem Tageszähler auf der Homepage der EM-Organisatoren von Zittau, Bogatynia und Hradek 2012, so ist bald die 300 erreicht. 300 Tage bis zu den Leichtathletik-Europameisterschaften der Senioren im nächsten Jahr.
Als europäischer Athlet muss man aber immer noch Geduld haben. Nicht so sehr als deutscher Athlet, aber auf jeden Fall als Athlet, der der deutschen Sprache nicht so zugetan ist. Die Startseite in Deutsch, die Informationen zu Unterkünften in Deutsch und das Aktuelle ebenfalls in Deutsch. EVACS 2012 eine deutsche Meisterschaft mit internationaler Beteiligung?

Die Statuten des europäischen Seniorenleichtathletik-Verbandes EVAA weisen Englisch als „Amtssprache“ aus, natürlich nicht von jedem hundertprozentig beherrscht, zumindest aber im Groben erfasst. Englisch fehlt. Polnisch fehlt, Tschechisch fehlt. Es fehlt jede andere europäische Sprache. Man muss viel Geduld haben bei den Organisatoren, die sich wohl nach der Entlassung des LOC-Geschäftsführers Hermann Härtwig im Laufe des Frühsommers immer noch neu orientieren müssen und die Versäumnisse der Vergangenheit aufarbeiten.

Ob diese Geduld jedoch bei den nicht-deutschen Athleten noch lange anhält, ist die drängende Frage; denn gerade die (Leichtathletik-)Senioren planen langfristig, fast immer deutlich  jenseits der nur noch zur Verfügung stehenden 300 Tage. Also, Ihr EM-Organisatoren: Zeigt endlich, dass es mehr als internationale deutsche Meisterschaften sind, die da im Dreiländereck im Herzen Europas stattfinden. Präsentiert endlich eine vielsprachige Internetseite. Bitte!

Übrigens:  Heute, am 26. September ist der Europäische Tag der Sprachen. Jedes Jahr werden an diesem Tag in Europa die vielen Sprachen ins Rampenlicht gestellt, die auf unserem Erdteil erklingen. Seit 2001 bezeugt dieser Tag  unser reiches linguistisches Erbe und regt die Menschen an, neue Sprachen zu lernen.