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Rückschritt

15. August 2009

images-1Auf ihrem Kongress in Berlin hat die IAAF eine plötzliche Kehrtwendung vollzogen und man reibt sich ungläubig die Augen: Künftig gibt es keine Wertung der „Altersklassen M/W 35“ bei Straßenlaufwettbewerben mehr. Auf der WMA-Generalversammlung in Lahti wurde dies diskutiert und die Delegierten erfuhren einige Hintergründe: Die Veranstalter der beiden Stadtmarathons in London und New York sind Ausgangspunkt der Regeländerung, Sie wollten die Altersklassenänderung.
Die WMA-Delegierten in Lahti haben klar gegen eine solche Änderung votiert. In Lahti war dabei auch zu hören, dass das IAAF Masters Committee ebenfalls gegen diese Änderung der Altersklassen gestimmt hat, nachdem erst 2005 beim IAAF Kongress in Helsinki auf Antrag der WMA die Altersklasse 35 der Männer  eingeführt worden war.

Daher ist das jetzt Beschlossene ein Rückschritt, und  Konfusion ist die Folge; denn 35-jährige Masterssportler  und Masterssportlerinnen werden zwar über 5.000m oder 10.000m im Stadion gewertet, aber nicht über dieselbe Distanz auf der Straße und dies für eine oder zwei Handvoll Weltklasse-Laufprofis, die nie bei einer Senioren-WM starten werden.

Und was passiert, wenn nun auch die Werfer, deren Spitzenathleten bekanntlich oft älter als 35 sind, ebenfalls einen Antrag stellen?

Loge

14. Januar 2009

Das wär‘ doch was für den kommenden August, als deutsche Alternative zu finnischen Preisen. Aber ich nehme doch an, dass es nicht wirklich billiger wird * :

„Liebe Freunde der Leichtathletik,
es ist soweit – 16 Jahre nach der unvergesslichen Weltmeisterschaft in Stuttgart 1993, bei der über eine halbe Million Zuschauer zu Gast waren, kommen die Stars der Leichtathletik in diesem Jahr endlich wieder nach Deutschland:

zur 12. IAAF Leichtathletik WM berlin 2009™.

Seien Sie dabei, wenn vom 15. bis 23. August 2009 über 1.800 Athleten aus 213 Ländern antreten, um Weltmeister in ihrer Disziplin zu werden. Erleben Sie die Stars der Olympischen Spiele in Peking – und das in einer der modernsten und gleichzeitig geschichtsträchtigsten Leichtathletik-Arenen der Welt: dem Berliner Olympiastadion. Bis zu 56.000 Zuschauer werden an jedem der 9 Wettkampftage zusammenkommen, den Sportlern aus aller Welt zujubeln und sie, wie schon bei der Fußball-WM 2006, in Berlin willkommen heißen. Die besten Plätze im Stadion haben wir dabei für Sie reserviert.

Sie haben durch SPORTFIVE die Möglichkeit, Plätze in einem der 4 exklusiven Hospitality-Bereiche zu buchen und Ihren Kunden, Mitarbeitern oder Freunden ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten. Feuern Sie die Athleten an und freuen Sie sich mit Ihren Gästen über die großartige Stimmung im Stadion. Sie sind hautnah dabei, wenn Weltmeister gekürt und Rekorde gebrochen werden. Und dabei lassen Sie sich verwöhnen und genießen das umfangreiche Catering in den Lounges und Logen.

Das komplette Angebot mit allen Leistungen sowie der detaillierten Wettkampfübersicht, finden Sie im beigefügten PDF.

Wir freuen uns darauf, Sie zu beraten und im August 2009 mit Ihnen und Ihren Gästen gemeinsam im Berliner Olympiastadion jeden Tag neue Weltmeister zu feiern.

Sollten Sie Interesse bekunden oder weitere Fragen zu den Angeboten haben, können Sie mich jederzeit gern unter den untenstehenden Kontaktdaten erreichen.

Gern können Sie diese Mail auch an Vereinsmitglieder und Sportkameraden weiterleiten.

Bis dahin verbleibe ich mit den besten Wünschen für das neue Jahr,

Stefan Reiners

SPORTFIVE ist exklusiver Agent der MATCH Hospitality in Kontinentaleuropa für den Verkauf des Offiziellen Hospitality-Programms für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

Stefan Reiners | Hospitality & Media Sales

SPORTFIVE GmbH & Co. KG
Nagelsweg 33-35 | 20097 Hamburg | Germany
Phone +49 40 376 77-438 | Fax +4940 376 77-794
Mobile +49 176 11990 438
stefan.reiners@sportfive.com | http://www.sportfive.com“

 

* Ruft doch mein Mann tatsächlich gerade: „Aber weniger anstrengend…“ Tzzzzzz

Schnellster

6. April 2008

Dass die großen deutschen Stadtmarathons längst ein Geschäft für die Veranstalter geworden sind, ist eine Binsenweisheit. Zum Halbmarathon in Berlin am Sonntag posaunten die Veranstalter eines weiß Gott attraktiven Halbmarathonlaufes dies:

Liebe Läuferinnen und Läufer,

der Halbmarathon boomt! Wenn am Sonntag, den 6. April 2008, die Teilnehmer auf die Strecke geschickt werden, erlebt die Hauptstadt den mit Abstand größten und schnellsten Halbmarathon Deutschlands. 

Der schnellste Halbmarathon? Ok, die eingeladenen Kenianer sind ziemlich flott. Aber die Mastersklassen sind es nicht. Mein Vergleich der Leistungen bei den kleinen aber feinen deutschen Halbmarathonmeisterschaften am Sonntag in Calw mit den Leistungen des großen und hochtourig verkauften Halbmarathon in Berlin sagt etwas anderes als die vollmundige Berliner Begrüßung: Alle Altersklassen in Calw hatten zumeist deutlich schnellere Siegerzeiten als die in Berlin. Ausnahme die M70, in der der Spanier Manueal Rosales in Berlin 11 Sekunden schneller war als in Calw (ausgerechnet!) Dauersieger Klemens Wittig aus Dortmund, der bekanntlich nicht nur im letzten Jahr alles in Grund und Boden gelaufen war.
Auch der ominöse und google-unbekannte, angeblich italienische M60-Sieger Loria Sergio (ohne Zwischenzeit! mit Startnummer 12821) bekräftigt die klare Erkenntnis:
Leistungsorientierte Masters-Läufer sind bei „den Deutschen“ besser aufgehoben…

Berlin

24. Februar 2008

Im Sommer 2009 finden in Berlin die nächsten Leichtathletik-Weltmeisterschaften statt.  Bisher geht die Vorbereitung ziemlich an den Menschen in Berlin vorbei.Die Financial Times Deutschland zitiert Helmut Digel, OK-Mitglied und Marketing-Spezialist des Weltverbandes IAAF. Es sei «nicht ganz einfach», ein solches Ereignis in einer Weltstadt wie Berlin zu positionieren. «So eine WM muss als Thema in den Medien präsent bleiben: Und dazu braucht es Helden, Stories, positive Geschichten und originelle Ideen.»

Wir wär’s mit Masters-Einlagewettkämpfen, Herr Digel? Bei der WM in Helsinki zählten sie dazu, bei den Meisterschaften in der USA gehören sie vielumjubelt sozusagen zum festen Inventar.  Guido Müller und die andern flotten 70-er würden schon zeigen, wo der Masters-Hammer hängt.