Posts Tagged ‘Clermont-Ferrand’

Empfinden

24. März 2008

Die 3. Hallenweltmeisterschaften der Seniorenleichathleten in Clermont-Ferrand sind zu Ende. Nicht nur für mich ganz persönlich lagen im Stadium Jean Pellez Licht und Schatten beieinander. Insgesamt fand ich diese WM nicht so toll. In Sindelfingen und in Linz war es emotionaler, in Sindelfingen zudem perfekt organisiert. Es interessiert mich sehr, wie Ihr diese WM empfunden habt. Was war gelungen, was nicht? 

Einzelne Ergebnisse lassen mich ärgerlich auch an der Lauterkeit der Athleten zweifeln, die sie erzielt haben. Das wird aber erst anders werden, wenn auch bei Seniorenathleten Dopingkontrollen im Training möglich sind und auch stattfinden. 

Zufall

22. März 2008

Zufälle gibt es. Da finden am Freitag in Clermont-Ferrand die Qualifikationsläufe für die 1500m Finalrennen am letzten WM-Tag statt. Und im ersten Verlauf der M40 treten, sage und schreibe, acht Franzosen an; ein Neunter -ebenfalls gemeldet- ist nicht erschienen. 38 Athleten haben ihre Meldekarten für die vier 1500m-Vorläufe dieser Kategorie abgegeben. 15 davon sind Franzosen, 9 in einem Lauf. ein toller Zufall.
Ach, ich vergaß, die ersten beiden jedes Quali-Laufes sind für den Endlauf qualifiziert. Irgendwer auf der Tribüne erzählt ähnliches über die 200m und die 800m-Qualifikation. Er muss sich geirrt haben, weil es so viel Zufälle nicht geben kann…

Respekt

21. März 2008

Guido Müller, Deutschlands wohl bester Seniorenleichtathlet, ist ein Mann mit Prinzipien. Er ist gläubiger Christ. Er sagt: „Heute ist Karfreitag. An dem Tag, an dem unser Herr gestorben ist, betrete ich keine Sporthalle.“
Der Mann aus Vaterstetten verzichtet darauf, seinen M65-WM-Titel im 60m-Hürdenlauf zu verteidigen. Er ist nicht im Stadium Jean Pellez. Respekt

Erkenntnis

21. März 2008

Wettersuche für’s Osterwochenende im Internet bei wetter.com.

Suchbegriff: Frankreich

Antwort:
Wir haben für »Frankreich« folgendes Land gefunden
Frankreich

Kaffee II

20. März 2008

Dieser Blog befasst sich traditionell seit der 2. Seniorenleichtathletik-Hallen-WM in Linz mit der Kaffee– und der Sockenfrage. Das war vor zwei Jahren. Die Tradition ist folglich (fast) schon langjährig.
Also eine kleine Kaffeekunde: Deutscher Filterkaffee ist in Frankreich unbekannt. Verlangt man einfach „Kaffee“, gibt es eine kleine Tasse mit schwarzem, starken Espresso. Bestellt man -wie wir an der Autobahn- einen „Grand Cafe du Creme“ ist der Inhalt fast derselbe, aber die Tasse hat Normalformat.
Etwas anders ist es an der kleinen Cafebar in der Halle des Stadium Jean Pellez. Im Gegensatz zu unseren österreichischen Freunden vor zwei Jahren, kostet der „Kaffee“ hier aber nur 1 Euro (frz.: öhn öroh!), ist also glatte 60 % billiger. Allerdings auch etwas weniger, was angesichts der Flüssigkeitsmenge in Linz schwer denkbar aber eben doch der Fall ist.
Der Ausweg besteht darin, einfach mal nachzufragen. Dann wird in den Becher deutlich mehr eingeschenkt und obendrauf gibt es noch einen kräftigen Schuss Milch. Und alles immer noch für öhn Öroh. Den hol ich mir jetzt.

(Foto: © Knipseline, bei pixelio.de)

Closed

20. März 2008

Heute (20.03.) macht die Webseite des Mastersleichtathletik-Weltverbandes WMA so auf

Indoors in Clermont-Ferrand: finally, the Entry Doors closed.

Nun denn. Jeder so aktuell wie er sich fühlt. Closed sind die Entry Doors hier in Clermont-Ferrand übrigens vor allem morgens. Das Stadium Jean Pellez wird nämlich punktgenau erst um 7.30 Uhr geöffnet – egal, wann die Starts anstehen. Unangenehm, wenn man als 400m-Läuferin um 8.30 Uhr starten soll, 20 Minuten Callroom-Zeit einzuhalten hat und bei Temperaturen knapp über o° Celsius noch eine Stunde vor dem ersten Startschuss frierend vor der Wettkampfstätte stehen muss.

Es soll Besserung gelobt worden sein. Aber übermorgen c’est fini, Mesdames et Messieurs.

Wilhelm II

18. März 2008

Ich vergaß: Wilhelm Köster ist natürlich anwesend. Denn seine Vorarbeit für die WM in Linz ist so anerkannt, dass im Meisterschaftshandbuch dieser WM originalgetreu die Passagen aus dem Handbuch 2006 übernommen sind. Einschließlich des Hinweises, dass der Rundkurs an der Donau verlaufe. Sehr schön. 😉

Wilhelm

18. März 2008

Wenn etwas nur mit Routine abgewickelt wird, wirkt es schnell lieblos. Wenn die Routine dann auch noch erheblich hakt, werden die Betroffenen unzufrieden. Zwar jubelte der amtierende Vorsitzende des Masters-Weltverbandes Monty Hacker voreilig schon bei der Eröffnung, dass diese dritte Hallen-WM eine Steigerung der Vorauflagen von Linz und Sindelfingen sei. Bisher kann ich dies aber nicht bestätigen. Im Gegenteil. Die Organisation hakt deutlich. Wilhelm Köster würde gebraucht; der Niedersachse hatte in Sindelfingen und Linz den Zeitplan überarbeitet und dabei perfekte Arbeit geleistet.
Hier in CF schwimmt nicht nur der Zeitplan; 80-Jährige sitzen länger als eine Stunde im Callroom. Es finden Halbfinalläufe statt, die dann wieder annulliert werden, Siegerehrungen, bei denen die Geehrten gefragt werden, wer denn gewonnen habe,  und man sehnt sich nach Sindelfingen zurück, das mit einer perfekten, in neun Monaten „aus dem Boden gestampften“ Organisation glänzen konnte.  Hoffen wir, dass es besser wird.