Posts Tagged ‘Deutsche Seniorenmeisterschaften’

Meldefalle

5. Januar 2011

Auf einigen Insider-Kanälen hat sich mittlerweile herum gesprochen, dass der DLV kurz vor Weihnachten heimlich still und leise die Ausschreibung für die Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften 2011 in Erfurt (Erfurter Kramerbrücke, Foto re.) „ins Netz“ gestellt hat. Leider bleibt diese Version insbesondere älteren  Athletinnen und Athleten wegen eines fehlenden Internetanschlusses verborgen. Hinweise auf die verkürzten Qualifikationszeiträume erfolgten von eifrigen Surfern auf verschiedenen Ebenen. Aber diese Hinweise reichen bei weitem nicht, denn hinter der Ausschreibung verbirgt sich richtiger Zündstoff.

Die Stimmung der Athletinnen und Athleten ist in letzter Zeit sowieso durch die undurchsichtigen Planungen des DLV im Meisterschaftsbereich mit dem von der WMA und EVAA abweichenden Beginn der Altersklassen und den unterschiedlichen Maßen und Gewichten mehr als beansprucht. Die von der Athletenvereinigung proMASTERS angestrebte Harmonisierung scheint  in weite Ferne zu rücken.

Aber zurück zum Thema:

Dass man rechtzeitig Ausschreibungen veröffentlicht, ist erstrebenswert und organisatorisch sinnvoll – erst vier Wochen vor einem Meldeschluss aber doch eher peinlich und wenig athletenfreundlich. Und dann werden in dieser Ausschreibung auch noch klammheimlich Verschärfungen für eine Teilnahme aufgenommen, die nicht jeder Athlet oder Verein erkennt. Gespannt darf man sein, wie die Teilnehmerlisten mit der eingeschränkten Teilnahmeberechtigung aussehen werden. Hallenleistungen bis 31.10.2010 werden ja nicht mehr anerkannt. Nur noch Freiluftleistungen aus 2010 und Hallenleistungen ab 01.11.2010. Da werden sicher viele Athleten (darunter Deutsche-, Europa- und Weltmeister) und Vereine sorglos und wie immer ihre Hallenbestleistungen aus 2010 angeben, ohne zu merken oder zu wissen, dass damit ihre Teilnahme ausgeschlossen ist (wird).

Denn wie steht in der „Allgemeinen Ausschreibung zur DM“? – „Unvollständige oder fehlerhafte Meldungen werden vom Landesverband nicht berücksichtigt. Eine Benachrichtigung darüber erfolgt nicht!“. Die böse Überraschung erfolgt dann für alle in Erfurt.

Hier erhebt sich sowieso die Frage, wie die Landesverbände eine Kontrolle über eine Startberechtigung durchführen wollen und sollen. Derzeit gibt es in den Verbänden und beim DLV noch keine Datenbank, die alle Seniorenergebnisse erfasst. Und was machen die Athleten, die im Sommer pausierten oder gesundheitlich nicht starten konnten? Denn offene Hallenwettkämpfe für Senioren werden erst nach dem Meldeschluss am 24.01.2011 angeboten! Also zu spät! Soll der Athlet oder Verein doch sehen, wie er zu seinen Qualifikationsleistungen kommt. Und was ist eigentlich mit neuen Startgemeinschaften, die sich für die 4 x 200 m Staffeln qualifizieren müssten? All diesen Athleten oder Vereinen hilft nur noch ein rechtzeitiger Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung beim DLV oder der Vorsitzenden des Bundesausschusses Senioren.  Aber welcher Athlet und Verein weiß das schon und kann rechtzeitig darauf reagieren? Viele Fragen, die sich aus einer kurzfristigen und unüberlegten Ausschreibung ergeben. Auf Einsprüche und Proteste darf man gespannt sein, insbesondere wenn nicht einmal im Vorfeld über eine Nichtteilnahme informiert wird. Wie viele Athleten reisen an und dürfen nicht starten?

Es bewegt sich also doch etwas in der Seniorenleichtathletik, auch ohne dass sich irgend ein Athlet bewegt. Aber wohin und warum ohne die Athleten?

Fazit:

-darauf achten, dass die Qualifikationsleistungen aus der Freiluftsaison 2010 oder aus der Hallensaison ab 01.11.2010 stammen

-für alle Staffeln und Startgemeinschaften ganz schnell noch irgendwo an einem offiziellen Wettkampf laufen (es bleiben noch 3 Wochen Zeit)

-ansonsten bleibt nur der Weg über einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung beim DLV oder der Vorsitzenden des Bundesausschusses Senioren

Dieter Tisch

PS: Auch ich bin Antragsteller..

(Foto © asminhasferias CC )

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Ignoriert

2. März 2010

„Letztes Jahr hab ich mich schon mal beim DLV beschwert, wurde allerdings schlichtweg ignoriert.

Im Grunde ist es ja ok, dass die Senioren-DM auf  zwei Tage verkürzt wurde; aber dass man damit der Möglichkeit beraubt wird, an mehreren Disziplinen erfolgreich teilzunehmen, finde ich nicht in Ordnung – vor allem wenn es möglich wäre, diese anders zu legen. In meinem Fall geht es um die 1500m und die 5000m. Beide Disziplinen werden seit letztem Jahr am Sonntag durchgeführt. 5000m am Vormittag und die 1500m am Sonntagnachmittag.
Es gab genügend Leute die beide Disziplinen in den früheren Jahren in Angriff nahmen als der 5000er noch am Freitag und der 1500er am Sonntag stattfand. Dies geht jetzt nicht mehr. Da muss man sich dann schon vorher entscheiden, was man will. Die 800m sind ja Gott sei Dank noch am Samstag, so dass sich wenigstens die Mittelstreckler zweimal messen können.
Ich würde ja nix sagen, wenn es zeitplantechnisch irgendwie nicht ginge, aber wenn man sich den Zeitplan am Samstag ansieht, dann ist der letzte Wettkampf um 17:05 Uhr! Und das Ende Juni. Warum verlegt man also die 5000m nicht auf den späten Samstagnachmittag? Also so ab 17:30 Uhr. Oder man fängt nicht um 9:30 Uhr am Samstag an, sondern erst um 10:30 Uhr. Dann wäre ab 18:30 Uhr genügend Zeit die maximal vier 5000m Läufe durchzuführen, und die Temperaturen wären dann auch nicht mehr so extrem. Flutlicht wird zu diesem Zeitpunkt bestimmt nicht von Nöten sein.
Ich hätte auch noch einen Vorschlag, bei dem die Verantwortlichen fast gar keine Änderung vornehmen müssten. Einfach die 800m und die 1500m tauschen. Dann wär nicht nur die Kombination 1500m/5000m möglich, sondern sogar 400m/800m! Vielleicht wär‘  das sogar besser in Bezug auf die Teilnehmerfelder, die in den jüngeren Klassen eh etwas dünn sind. Das wäre echt ein feiner Zug.“

Georg Kinadeter