Posts Tagged ‘Heinrich Clausen’

Aprilscherz?

3. April 2011

An Gerüchten, so der Volksmund, ist immer etwas Wahres. Und so wird manches Gerücht auch gern auf die Warmhalteplatte gelegt, um dann bei etwas mehr Fleisch erneut angefeuert werden zu können.
Getrost kann man die 1.-April-Geschichte auf lampis.net der Gerüchteküche zuordnen, wenngleich die Unzufriedenheit im Seniorenlager dadurch nicht gebremst wurde.
Die Nonchalance, mit der der gewählte DLV-Vizepräsident Dr. Matthias Reick und die berufene BA-Vorsitzende Margit Jungmann mit Themen des Seniorensports umgehen, werden zum Reizthema der größten Mitgliederbewegung im Fachverband.
Zwar ist die Gründung eines ‚Deutschen Senioren Leichtathletik Verbandes‘ (DSLV) ein fast zynischer  Anlass zu einem 1.-April-Beitrag gewesen, die Gedankenspiele um eine Absonderung (und damit bessere, respektvollere Betreuung der Seniorinnen und Senioren) reißen jedoch nicht ab.
Bei all diesen (Abspaltung-)Spielen kommen immer mehr unsere europäischen Nachbarn als Vorbild ins Spiel; Nachbarn wie die Finnen, die Polen, die Briten, die Schweizer. Sie haben ihre eigene Senioren-Sektion; eine Sektion, die die deutschen Leichtathletiksenioren durchaus bei den Turnern ansiedeln könnten.

Denn die deutschen Turner (DTB) haben eine selbstständige Sektion Leichtathletik, führen Mehrkämpfe (mit Leichtathletik) durch und sind vom DOSB als Dachverband anerkannt, eine Grundvoraussetzung für eine offizielle Fachverbandsbeitritt.

Und noch dies:  Heinrich Clausen ist ehemaliger DLV-Mitarbeiter mit großer Erfahrungn  in der Organisation von gleich zwei Leichtathletik-WM, einer EM und internationalen Seniorenmeisterschaften; mit wenigen anderen rettete er die Senioren-WM in Durban, als sie im Organisationschaos überforderter Gastgeber abzusaufen drohte. Und jetzt ist eben dieser Heinrich Clausen seit dem 1. Februar 2011 beim DTB tätig. Dies könnte den Wahrheitsgehalt des April-Gerüchtes und die damit verbundenen Gedankenspiele erhöhen oder auch nicht…

Seit Leipzig jedenfalls ist die Welt der Leichtathletik-Seniorinnen und -Senioren in Deutschland eine andere geworden. Fragt sich nur, ob der 1. April nur mit Flunkereien erklärbar ist oder ob da die Warmhalteplatte mehr anheizenden Charakter hat.


Ein Kommentar von Ralf Peters

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peinlich®TM

24. Juli 2009

297450_R_K_B_by_Jerzy_pixelio.deAm Donnerstag hat das Organisationskomitee der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin eine Pressekonferenz abgehalten. Die parallel erfolgten Veröffentlichungen, für die ein Herr Herder des BOC 2009 GmbH verantwortlich zeichnet, sind an verdrießlichem Geschreibsel schlechterdings nicht zu überbieten. Wir Seniorenleichtathleten haben erfahren, dass nicht einmal einige bescheidene Masters-Einlagewettkämpfe in Berlin stattfinden dürfen. Arroganz ist eben Arroganz, habe ich mir gedacht. Aber nun sind die Herren peinlich:
Denn  jetzt kommen die Hauptstadt-Organisatoren („BOC 2009 GmbH“) mit diesem vermeintlich polyglott-modernen Sprachmischmasch daher und verbreiten so schlechtes Deutsch und klebrig-ärgerliches Denglisch, dass man sich mit Grausen abwendet. Ich zitiere die besonderen Höhepunkte (kompletter Text hier) dieses dümmlichen Sprachmülls:

das finale Kulturprogramm von berlin 2009TM, die Welcome Night

Vorgestellt wurde ein Booklet inklusive des finalen Programms des KulturStadion®.  die Welcome Night der  Showacts a-ha präsentiert den offiziellen WM-Song  live.

12. IAAF Leichtathletik WM berlin 2009TM mit Open-Air-Fotoausstellung „In Motion“, Welcome Night sowie KulturStadion® André Schmitz, Staatssekretär für Kultur (!): „Programm verdeutlicht, warum Berlin  ‚the place to be’ ist.“

Heinrich Clausen: „berlin 2009TM-Kulturprogramm. Besonderer Dank  dem Presenting Partner des KulturStadion® .  „Run, Jump and Throw“ , die Open-Air-Fotoausstellung „In Motion“ vom Offiziellen Informationstechnologie- Partner von berlin 2009TM bereitgestellt.  Im temporären Pendant des Berliner Olympiastadions  wird besonderes Highlight die tägliche IAAF-Hour, mit  Talk-Gästen am KulturStadion®.“

Am Vorabend  der 12. IAAF Leichtathletik WM berlin 2009TM, findet mit der „HAVE A GOOD TIME!TM WELCOME NIGHT“, die große Auftaktshow statt. Die Welcome Night zeigt ein Showprogramm.  Christoph Kirst, Creative Director der Welcome Night, stellte  Highlights vor.

Brrrr. Welch‘ eine Sprache!

Nebenbei: Wie spricht man eigentlich „KulturStadion®“ und WM berlin 2009TM“ aus? Ich wette, dass niemand der Zitierten dies je getan hat. Ich wette um einen gefüllten 20-Liter-Benzinkanister mit dem Immer-bis-zum-letzten-Tropfen-Autofahrer Heinrich Clausen und erwarte, wenn und weil ich gewinne, von ihm umgehend eine Kiste rheinhessischen Rotweins aus dem Weingut von Winzer und Speerwerfer Helmut Hessert (Horrweiler) oder seinem Nachbarn.

(Bild:© Jerzy, pixelio)

Ära 2

3. März 2009

berlin2009logoSie erinnern sich möglicherweise an Dies und Das und die gleichlautende, von Kurt Kaschke für proMasters vorgetragene Initiative. Sie  sind nicht vergessen; denn wir lesen in einem Bericht über die letzte Sitzung des Bundesfachausschusses Senioren  dies:

Einlagewettbewerb bei der WM in Berlin
Auf Anregung aus dem Athletenkreis hat der BFA Senioren noch einmal die Initiative hinsichtlich eines Einlagewettbewerbes bei der WM in Berlin ergriffen. Dem BOC wurde eine Anregung für einen Generationen-Staffelwettbewerb mit internationaler Beteiligung angetragen. Dabei sollen Schüler und Jugendliche zusammen mit Senioren unterschiedlicher Altersklassen in einer gemischten Landesverbands- bzw. Gästestaffel aus dem Ausland an den Start gehen. Obwohl BFA-Vorsitzende Margit Jungmann wisse, wie schwer dies werde, wolle der BFA Senioren nichts unversucht lassen, um die Leistungsfähigkeit in den unterschiedlichen Altersklassen einem internationalen Publikum zu präsentieren.

Mal sehen, ob sich BOC-Geschäftsführer Heinrich Clausen jetzt an seine alten Zeiten in der Seniorenleichtathletik erinnert und mit vorn dabei ist. Schön wäre es allemal, und bei der IAAF-WM in Helsinki 2005 hatten es die Masters-Einlagewettkämpfe bereits erfolgreich in das WM-Programm geschafft.