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Streichen?

12. Oktober 2008

Die Organisatoren der nächsten Masters-WM im finnischen Lahti 2009 sind längst mit einer Internetseite im Netz. Auf ihr finden wir eine fulminante Begrüßung. Fünf Beiträge von Offiziellen mit fünf Überschriften, die es in sich haben, vereehrte,  veehrte, sportverbundene Sportenthusiasten. Hertzlich echt und ehrlich liest sich das so:

Hertzlich Willkommen zu Lahti
Meine sehr vereehrten Athleten und Sportenthusiasten
Meine sehr veehrten Master-Athleten
Liebe Sportfreunde!
Liebe echte und ehrliche, sportverbundene Meisterschafts-Gäste!

So weit, so sympathisch. Allerdings wäre es mir statt einer Jubelbegrüßung lieber, wenn nicht in Lahti und in weitem Umkreis wirklich alle verfügbaren Hotels und Unterkünfte vom lokalen Organisationskomitee geblockt wären, weil es sich über die Hotels und von diesen gezahlte Provisionen zu einem Großteil finanziert. Ganz im Vertrauen sag ich Ihnen mal, geneigter Leser, dass diese Finnen eigentlich ja was rüberwachsen lassen könnten, damit ich auf meiner kleinen Seite im Internet hemmungslos Reklame für die Masters-WM 2009 mache – oder? Gut, dass Sie meiner Meinung sind! ;-).

Aber weil es so einen Alles-inklusive-Trip nur für die (ganz ohne Ironie: in Lahti wirklich) dauerarbeitenden Funktionäre der WMA gibt, bescheide ich mich und suche. Ich zähle nun einmal zu der Spezies, der es Freude macht, im WWW zu stöbern und preiswerte Alternativen zu überteuerten Veranstalterhotels zu finden. Das, so scheint mir nach Stunden und Tagen im Internet, geht in Lahti überhaupt nicht, was vielleicht zunächst einmal erträglich wäre, wenn…ja wenn nicht die finnischen Übernachtungspreise so atemberaubend sind, wie sie sind. Man rechnet in Suomi mit 7000 Teilnehmern. Ich sage mal voraus, dass wegen der Preise bei 4.400 Schluss ist, auch wenn der Wert des Euro sinkt und es daher für die US-Boys und -Girls wieder denkbarer wird, nach Europa zu kommen, falls dies so bleibt.

Ich jedenfalls habe vier Kinder im Studium und frage mich inzwischen, ob ich diese WM nicht streichen soll. Ich hoffe einstweilen noch inständig auf den für November angekündigten Prospekt von Haase-Reisen,  nachdem uns die Top-Reiseprofis um Walter Holder wegen dessen jugendlichen Alters von 70 allein und verloren zurückgelassen haben und nichts mehr machen (übrigens von den Mastersgames in Sydney 2009 abgesehen).

Also, Du lesender Surfer vor dem Herrn, schon mal vorsorglich gefragt: Kennste noch weitere finnische Ü/F-Geheimtipps (klar: Antwort also nur per PM!) für kinderreiche Eltern? Oder lieber doch die WM  streichen und ab in’s ungarische Nyiregyhaza, um die Masters-EM 2010 hotelmäßig vorzubereiten, oder vielleicht in die Oberlausitz, um sich im Städtedreieck Zittau (Sachsen), Hrádek nad Nisou (CZ) und Bogatynia (PL) schon auf die Masters-EM 2012 zu freuen? Da wird’s nämlich billiger – denk ich mir.

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Regensburg I: mobil

27. Mai 2007

Der DLV hatte für die 810 Senioren in Regensburg ein fünf-Kopf-starkes Team zur Betreuung aufgestellt: Prof. Michael Böhnke als Team-Chef, Margit Jungmann, Heidi Pratsch, Jörg Reckemeier und Kalli Flucke. Der Papierform nach ein (zahlenmäßig) starkes Team.Während Margit Jungmann eine Stippvisite machte, schnupperte Delegationschef Böhnke am Sonntag, dem Abschlusstag und auch dem arbeitsintensivsten Tag, an dem mehr als die Hälfte der gemeldeten Deutschen am Start waren (also über 500), die Laufatmosphäre und begab sich just auf die Strecke, die Papst Benedikt II bei seinem Deutschland-Besuch mit seinem Papamobil befahren hatte.Beruflicherseits (also für den Fundamental-Theologen Böhnke) durchaus verständlich, was Betreuer Böhnke da machte. Vom Standpunkt der Läufer und Geher aber nicht nachvollziehbar.Sie, die Läufer und Geher, bezahlen ihren Obolus von zehn Euro nicht, damit das Betreuer-Team sich körperlich ertüchtigt oder Atmosphäre schnuppert; sie, die Läufer und Geher, zahlen, damit sie betreut, eventuelle Probleme beseitigt werden und Hilfe vor Ort geleistet wird.Thomas Brentrup (Betreuer einer Athletin)