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Erfahrungen

9. März 2008

DM-Erfahrungen von Jürgen Rudert: Anreise mit dem Auto ab 9:30 Uhr aus Burgdorf , Ankunft in Erfurt 13:40 Uhr,  in die Halle und Unterlagen holen, kurze Kontakte mit anderen mir bekannten Aktiven und Passiven. 14 Uhr fertig und dann warten auf den ersten „Einsatz“. Warten also bis 16:30 Uhr, dann aufwärmen und vorbereiten auf Stabhoch M 60/65. Das Einspringen sowohl ohne als auch mit Latte ist noch leicht und es passt diesmal auch besser als 2006. Endlich beginnt nach  8 Stunden der Wettkampf mit 2,00 m (!). Ich darf warten und warten  und warten – auch um 18:30 Uhr noch. 

Dann endlich um 19:07 Uhr spring ich zum ersten Mal. Der Anlauf passt, leicht drüber nur nur etwas unterlaufen. Ist das schon der Titel ? Nein, Heinrich Loddeke hält noch mit; 3,00m lasse ich aus. Heinz kämpft sich im 2. Versuch über 2,95 m, Nordrhein Bestleistung.  An 3,00 m scheitert er jedoch.

Um 19:23 Uhr bin ich allein im Wettkampf. 3,05 m sicher im Ersten. 3,15 m ebenfalls sehr sicher im Ersten. Als ich dann die DLV – Jahresbesthöhe von 3,25 m auflegen lasse, werde ich fast schlagartig müde. Warum? Zu wenig getrunken? Auch schmerzt plötzlich mein rechtes Kniegelenk. Trotzdem versuche ich diese 3,25 m zu knacken. Aber ich unterlaufe zwei mal etwa einen dreiviertel Fuß! Auch die 3,30 m, die mich nochmal motivieren sollen, gelingen nicht mehr. Um 19:42 Uhr ist der letzte Versuch.

Schade, ich bin nicht nur deutlich müder geworden, sondern auch die Halle ist fast leer. Stabhochsprung vor leeren Rängen. Zudem ist es jetzt empfindlich kühl. Mehr als 10 Stunden aktiv mit Anreise, Warten, Einspringen, Warten, Wettkampf sind schon ziemlich stressig. Ich frage mich, ob es Wolfgang Ritte ebenso geht ? Der beginnt ja auch erst, wenn alle anderen schon fertig sind . Nun, auf mich wartet noch eine stürmische Rückreise nach Burgdorf, wo ich zusammen mit Karl Ochs gegen Mitternacht ankomme

Uff. Nie wieder Anreise am Tage des Wettkampfes ! Auch nicht wenn der Wettkampf erst spät Nachmittags stattfindet: Da hab ich mal wieder etwas dazu gelernt mit nun 60 ! Jürgen, 08.03.08

Persönliche Anmerkung: Dieselbe „Anreise“-Erfahrung habe ich bei der DM I im vergangenen Sommer genauso machen dürfen…

Berlin

24. Februar 2008

Im Sommer 2009 finden in Berlin die nächsten Leichtathletik-Weltmeisterschaften statt.  Bisher geht die Vorbereitung ziemlich an den Menschen in Berlin vorbei.Die Financial Times Deutschland zitiert Helmut Digel, OK-Mitglied und Marketing-Spezialist des Weltverbandes IAAF. Es sei «nicht ganz einfach», ein solches Ereignis in einer Weltstadt wie Berlin zu positionieren. «So eine WM muss als Thema in den Medien präsent bleiben: Und dazu braucht es Helden, Stories, positive Geschichten und originelle Ideen.»

Wir wär’s mit Masters-Einlagewettkämpfen, Herr Digel? Bei der WM in Helsinki zählten sie dazu, bei den Meisterschaften in der USA gehören sie vielumjubelt sozusagen zum festen Inventar.  Guido Müller und die andern flotten 70-er würden schon zeigen, wo der Masters-Hammer hängt.