Posts Tagged ‘Peter Speckens’

Sydney 11

18. Oktober 2009

michelchens6.  und letzter Wettkampftag

G`day,

wie man hier oft zu hören bekommt. Hier sind wieder Karin und Reinhard. Es ist der 6. und letzte Wettkampftag und wir haben wieder die Ergebnislisten angesehen:

1. Bettina Schardt (W35) Werferfünfkampf
1. Gudrun  Mellmann (W 65)  Werferfünfkampf
1. Peter Speckens (M 70) Werferfünfkampf
2. Reinhard Michelchen (M55) 200m 24,40s
2. Peter Höll, Stefan Dietz, Reinhard Michelchen, Heiko Schmidt  4x100m

Heute am späten Vormittag hatten wir das 200m Finale. Bill Collins ist schwer zu besiegen. Er hält auch den WR de mit 23,36s über 200m in der M55. Aber ich habe es versucht und bin mit 24,40s (nur zwei Zehntel über dem deutschen Rekord) wieder auf dem Silberplatz vor Wolfgang Jeske aus Canada gelandet.

Am Nachmittag waren die 4 x 100m und die 4 x 400m Staffeln dran. Die 4x100m lief Peter Höll an, dann kam Stefan Dietz, ich wie immer die letzte Kurve und die Zielgerade blieb für Heiko Schmidt. Von 11 Staffeln waren nur die gut gebauten schwarzen Jungs aus USA vor uns (Foto) im Ziel . In der 4x400m am lief wieder Peter Höll an, dann habe ich versucht, uns in eine gute Position zu bringen und habe fünf Laufer überholt, dann gab Jago Liss alles – unser Ersatzmann, nachdem sich Alexander David beim Weitsprung verletzt hatte – und die letzte Runde blieb für Heiko Schmidt. Ein achtbarer 4. Platz von 9 Staffeln war der Lohn.

4x100 heiko schmidt_rmichelchen_stefan dietz_peter_hoell

Die Zusammenstellung der Staffeln ging hier etwas unkonventioneller vor sich. Das wäre auch etwas Neues für die Deutschen Meisterschaften. Es können nämlich Starter aus unterschiedlichen Altersklassen eine Staffel bilden. Sie müssen dann in der Summe des Alters nur unter 160 Jahre, 160-199 Jahre, 200-239 Jahre und 240+ Jahre alt sein. Da wäre es viel leichter für kleinere Vereine ein Team ohne Startgemeinschaften aufzustellen.

Abends fand die große Abschlussfeier in Sydney Zentrum am Darling Harbour statt. Das war genial, da unser Hotel nur 200m entfernt ist :-D. Ein großes Feuerwerk bildete den krönenden Abschluss der Spiele.

Mein Resümee:
– Die Reise hat sich gelohnt
– Sydney ist der Hammer
– Die Organisation war etwas verbesserungsbedürftig
– viele nette Leute kennengelernt
– 4 x Silber, 2 Württembergische Rekorde

Und jetzt nach 10 Läufen: Ab in den verdienten Urlaub !!!!
Wer mehr im Detail über die Games, Ergebnisse usw. nachlesen möchte,  kann hier etwas finden.

(Fotos: © R. Michelchen)

Sydney 9

17. Oktober 2009

karin_reinhard6Samstag 17. Oktober – 5. Wettkampftag

G`day,
wie man hier oft zu hören bekommt. Hier sind wieder Karin und Reinhard. Es ist der 5. Wettkampftag und wir können drei Treppchenplätze vom Freitag melden:

1. Peter Speckens (M70) Kugel                 12,52m
2. Reinhard Michelchen (M55) 400m   54,98s
3. Anke Zimmermann (W35) Weit          4,92m

Heute Vormittag um 9:00 (so früh kann eigentlich noch gar nicht laufen) standen die 200m Semifinalläufe auf dem Programm (bei 15 grd Kälte). Das Finale ist gemeinsam mit 3 Sprintern aus USA, 3 Canada und 3 aus Down Under erreicht; es gibt hier 9 Rundbahnen und 12 für die 100m!

Hier noch etwas für unsere Profis in Deutschland:

Bis jetzt habe ich, obwohl wir Oktober haben und die Wettkampfsaison eigentlich vorbei ist, bei meinem wichtigsten Wettkampfskulptur des Jahres meine besten Leistungen gebracht. Das klappt auch in unserer Masters-Trainingsgruppe in Sindelfingen hervorragend, und wir haben das auch immer in den vergangenen Jahren geschafft. Was nutzt es unseren „Profisprintern“ eine tolle „Quali“ irgendwann zu laufen und, wenn es darauf ankommt, kommt kaum etwas rüber (siehe Berlin)? Diese Leute werden doch von allen Seiten unterstützt. Vielleicht sollten wir mal einen Erfahrungsaustausch bei einem DLV-Verbandstreffen anregen, so wie wir das hier zwischen den Läufen oder auch mal abends mit den schnellen Jungs aus USA, Canada oder GB machen. Sprint findet auch im Kopf statt!!  Als wir bei der DM in Ulm vom DLV zu einem kleinen Empfang eingeladen wurden, sagten schon die Offiziellen, dass sich die Jüngeren von uns eine Scheibe abschneiden koennen.

Deutschland hatte früher viele Weltklassesprinter, und ich werde oft gefragt, ob ich, wie einige hier, an Olympischen Spielen teilgenommen habe.

Morgen am Sonntag ist der letzte Wettkampftag. Vormittag haben wir die 200m Finals und am Nachmittag die 4 x 100m und die 4 x 400m Staffeln auf dem Terminplan. Abends wird dann die große Abschlussfeier stattfinden.

Das Wetter ist  gerade mittelpraechtig, aber trocken.

Wer mehr im Detail über die Games, Ergebnisse usw. nachlesen möchte,  kann hier etwas finden

(Fotos: © R. Michelchen)

Sydney 6

15. Oktober 2009

karin_reinhard4G`day,

hier sind wieder Karin und Reinhard.

Es ist der 3. Wettkampftag, wir haben uns wieder die Ergebnislisten angesehen und  können von Montag und Dienstag noch erfreuliche Resultate melden:

1.    Susanne Strom (W45) Speer             39,64m
1.    Peter Speckens (M70)  Gewichtswurf              17,18m
2.    Jürgen Dannenberg, (M 60)            48,65m
3.    Alexander David (M35) Weitsprung   5,79m

Die vollständigen Ergebnisse findet Ihr wie immer auf dem Link unten.

Heute standen die 400m Vorrunden auf dem Programm. Mein Ziel „Endlauf“ ist erreicht. Bin aber ganz schön fertig. Auf das Ergebnis brauchte ich zum Glück nicht zu warten, da ich meinen Lauf gewonnen habe.

Danach hat es sogar noch zu einem Foto (re.) mit Bill Collins und Rick Riddle, beide vom Houston Elite Team USA, gereicht. Bill hat ein interessantes Trainingsbuch für Masters geschrieben „ The Ageless Athletic Spirit“. Habe ich natürlich gekauft. Nur so kann ich eventuell Bill mit seinen eigenen Waffen schlagen.billcollins_rickriddle_USA

Leider habe ich nicht die Zeit, mir das ganze Olympiagelände anzusehen. Es ist kein Olympisches Dorf, es ist eine Stadt mit riesigen Stadien und Hallen fuer verschiedene Sportarten.Die bekanntesten sind das Aquatic Centre, in dem ich gerade den Text schreibe und ständig Schwimmer am Fenster vorbeikraulen, und das ANZ Stadion, in dem schon 115.000 Zuschauer bei der 2000er Olympiade Platz gefunden haben. Breite Boulevards ziehen sich durch das Areal, eingerahmt von schönen Parks und Wasserspielen. Hotels und Gaststaetten sind im Zentrum angesiedelt, so dass es möglichst „kurze“ Wege gibt. Aber wir haben hier zum Glück auch noch einen internen Shuttleservice.

Morgen Vormittag haben wir die 400m Finals auf dem Terminplan. Danach gibt es  gleich die 200m Vorläufe. Ist ganz schön stressig, aber ab nächste Woche gibt es Urlaub im Wohnmobil.

Das Wetter war gestern wie im April bei uns, aber heute sind  hier ca. 22° und trocken. Wer mehr im Detail über die Games, Ergebnisse usw. nachlesen möchte,  kann hier etwas finden.

(Fotos © R. Michelchen)

„Schnäppchen“

3. März 2007

Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat den Teilnehmern an internationalen Meisterschaften beim Erwerb der Nationalmannschaftskleidung 20 %ige Ermäßigung angeboten. Dies ergibt sich aus einer Pressemitteilung des DLV. Damit sollen die Senioren, die den DLV nach außen repräsentieren entgegen gekommen werden. Damit soll aber auch ein Beitrag zur Vereinheitlichung des Erscheinungsbildes von deutschen Senioren bei ihrem internationalen Auftritt geleistet werden. Der DLV will damit weniger an seinen eigenen Senioren verdienen.
Dagmar Fuhrmann, Aktivensprecherin bei proMASTERs, der Interessengemeinschaft der deutschen Senioren, hatte den Anstoß gegeben, weil sie immer wieder von ihren ausländischen Konkurrenten auf die Vielfalt der deutschen Senioren angesprochen wurde. Die ausländischen Seniorenmannschaften bei Europa- oder Weltmeisterschaften stachen durch Einheitlichkeit heraus. Vielfalt dokumentierten die DLV-Senioren insbesondere bei den Staffelwettbewerben – vier Athleten in einer Staffel und vier unterschiedliche Trikots. Das widersprach dem Vorstellungsbild vieler Athleten vom Auftritt in der Nationalmannschaft.

Das DLV-Team glänzte nicht nur jeweils mit der größten Mannschaft, sondern auch mit einer ausgeprägten „Flexibilität und Vielfältigkeit im Erscheinungsbild“. Grundsätzlich dürfen DLV-Senioren bei internationalen Meisterschaften in jedem Nationaltrikot starten, das jemals als solches vom DLV eingeführt und zugelassen wurde, wie proMASTERs-Vertreter Rüdiger Nickel bestätigte, der den hierfür zuständigen DLV-Vizepräsidenten Prof. Böhnke am Rande der Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften hierzu befragt hatte. Sicherlich trägt diese Ausdehnung der Zulassung auf sämtliche Nationaltrikots, deren Zulassung nicht zurückgenommen worden ist – also bei keinem -, nicht zur Vereinheitlichung des DLV-Erscheinungsbildes, vor allem bei den Staffeln, bei.
Mit der Gewährung eines 20 %igen Rabatts auf den Einzelhandelsverkaufspreises hat der DLV nunmehr aber auf einem anderen Gebiet Bewegung in die von proMASTERs initiierte Diskussion gebracht. Da davon auszugehen ist, dass der Trikot-Hersteller als DLV-Generalausrüster und ‑sponsor dem Verband zumindest die gleichen Bedingungen einräumt wie jedem Einzelhändler auch, reduziert der DLV seinen Gewinn durch den verbilligten Verkauf der Nationalmannschaftstrikots an seine Repräsentanten bei Seniorenmeisterschaften erheblich. Dies ist eine erhebliche finanzielle Einbuße des Verbandes, wenn man die durchschnittlichen Spannen zwischen den Einkaufs- und Verkaufspreisen, in etwa das Doppelte des Einkaufspreises, berücksichtigt. Mit der Reduzierung des Verkaufspreises um 20 % verdient der DLV damit nur noch 80 % der Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis.
Und so sieht die Rechnung für ein Nationaltrikot aus: Kostet dieses beispielsweise 40 € im Verkauf und verkauft es der DLV an seine Senioren-Nationalmannschaftsmitglieder für 20 % weniger, also für 32 €, dann reduziert er seinen Gewinn um 8 € und verdient an den Senioren „nur“ noch 12 € (bei einem Einkaufspreis von 50 % des Verkaufspreises, also 20 %). Nur noch 12 € pro Trikot an einem Senioren, der im deutschen Nationaltrikot starten will und den DLV vertreten soll! Das ist schon ein „Schnäppchen der besonderen Art“! Für wen, mag jeder selbst entscheiden.

Bernd Hippel