Posts Tagged ‘Stabhochsprung’

Hoch

13. Juni 2010

Die Landesverbände des DLV  in Deutschland organisieren gerade  Regionalmeisterschaften  in allen Teilen der Republik, zum Teil als Aufbauwettkampf für höhere Aufgaben, zum Teil aber auch, um Medaillen und Titel zu sammeln, bisweilen auf Teufel komm heraus.
Im hessischen Fulda gab es heuer dazu ein Glanzstück im Stabhochbewerb der Frauen. Drei Damen hatten sich gemeldet, kommend aus den Jahrgängen 1942, 1945 und 1951. Wer nun glauben würde, diese Damen würden gemeinsam in einer Bewerbsgruppe starten, sagen wir in der W 55, der irrt. Die drei gingen sich tunlichst aus dem Weg. Jede wählte ihre eigene Bewerbsgruppe, wobei vielleicht die neudeutsche Variante des „gefühlten“ Alters die Entscheidung beeinflusst hat.
Die Älteste (Geb. 1942) startet in der W 40, die Nachfolgende (Geb. 1945) in der W 50 und die Jüngste (Geb. 1951) schließlich in ihrer echten Altersgruppe, nämlich der W 55. Diese Jüngste sprang mit 2,30 m das beste Ergebnis und war damit auch „Gesamtsiegerin“, auf Gesamtplatz 2 kam die 42erin mit 2,20 m, während die 45erin mit 1,80 m Rang drei (immerhin noch eine Medaille!) belegte. Durch die Aufteilerei entsprang für jede der drei ein echter Meistertitel. Peinlich!
Woran liegt  nun das ganze Wirrwarr? Alles erinnert ein wenig an die freie Wahl des Berufplatzes (Bosman-Urteil). Doch ist das nicht ein wenig zu weit weg geholt? Kann man (hier besser: „frau“) nicht in der Altersgruppe starten, der man angehört? Das wäre auch jedem Außenstehenden besser erklärbar und stände der (Senioren-)Leichtathletik gut zu Gesichte.
Oder sollte nicht einmal generell ein Machtwort von ganz oben gesprochen werden? Doch hier scheint man in Deutschland momentan sehr zögerlich zu sein. Kanzlerin Merkel tut’s nämlich auch nicht.

Ralf Peters

(Foto: Stäbe © , Creative commons)

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Stefanie

9. Februar 2010

In einem informativ und spannend geschriebenen Artikel berichtet die Alsfelder  „Oberhessische Zeitung“ über das Alsfelder Stabhochsprung-Sportfest und den M55-Weltrekord von Wolfgang Ritte am vergangenen Sonntag. Illustriert wird der Bericht mit dem unten stehenden Foto, das die -jedenfalls nach dem Doppelpunkt irritierende- Bildunterschrift  trägt:

„Gewinnt bei den Frauen: Stefanie Dauber vom Wiesbadener LV. Fotos: wri“

Gewinnt bei den Frauen: Stefanie Dauber vom Wiesbadener LV. Fotos: wri

Frage

28. Mai 2009

328954_R_K_B_by_geralt_pixelio.deWir melden heute:

Die US-Amerikanerin Nadine O’Connor, 67, hat am 23. Mai ihre eigenen Stabhochsprungweltbestleistung auf 3,13m verbessert. Bei einem Leichtatletiksportfest im südkalifornischen Orange Coast College in Costa Mesa steigerte sie ohne Fehlversuch ihren eigenen früheren Weltrekord gleich um 6 Zentimeter. Ihr unglaublicher Weltrekord liegt sogar über den Altersklassenrekorden im Stabhochsprung der W 60 (3,12m), den sie selbst augestellt hat und dem der W 55 (3,05m), den keine geringere als ihre berühmte Landsfrau Phil Raschker (USA) aufgestellt hat. …

Ich frage mich, ob diese Leistung mit lauteren Mitteln möglich ist. Bis zum Beweis des Gegenteils wird man es mit der Antwort halten müssen wie damals bei Marion Jones –  oder?

 

(Grafik/Foto: geralt, pixelio)

Stab gesucht

1. Juni 2008

Jürgen Rudert hat ein Problem mit seinem Stab und schreibt:

Hallo Annette,
 
ist es auf diesem Wege möglich , mir vielleicht zu helfen ?  Ich habe in Garbsen am 10.5. meinen besten Stab für diese Saison (Erwartung 3,50 m ) zerbrochen. Möglicherweise Materialfehler, denn er war sehr hart . Nun sind derzeit alle Möglichkeiten auf 3,50 m zu steigern dahin, da ich nur einen
66/4,25 Stab habe. Der gibt nur 3,30 -3,40 m her . Ich suche also einen Stab, gebraucht ( 50 – 10 Euro – US-Spirit oder Pacer )
 
4,25 m / 70 Kg  –  4,40 m /  68 Kg  –  oder wenigstens einen 4,25 m / 68 Kg  Stab
 
Es ist dringend ! Möchte mich vor den Deutschen in Schweinfurt  noch daran gewöhnen .
 m. Gruß
 Jürgen Rudert , `TUS Empelde m48
Der Bitte soll entsprochen werden.

Erfahrungen

9. März 2008

DM-Erfahrungen von Jürgen Rudert: Anreise mit dem Auto ab 9:30 Uhr aus Burgdorf , Ankunft in Erfurt 13:40 Uhr,  in die Halle und Unterlagen holen, kurze Kontakte mit anderen mir bekannten Aktiven und Passiven. 14 Uhr fertig und dann warten auf den ersten „Einsatz“. Warten also bis 16:30 Uhr, dann aufwärmen und vorbereiten auf Stabhoch M 60/65. Das Einspringen sowohl ohne als auch mit Latte ist noch leicht und es passt diesmal auch besser als 2006. Endlich beginnt nach  8 Stunden der Wettkampf mit 2,00 m (!). Ich darf warten und warten  und warten – auch um 18:30 Uhr noch. 

Dann endlich um 19:07 Uhr spring ich zum ersten Mal. Der Anlauf passt, leicht drüber nur nur etwas unterlaufen. Ist das schon der Titel ? Nein, Heinrich Loddeke hält noch mit; 3,00m lasse ich aus. Heinz kämpft sich im 2. Versuch über 2,95 m, Nordrhein Bestleistung.  An 3,00 m scheitert er jedoch.

Um 19:23 Uhr bin ich allein im Wettkampf. 3,05 m sicher im Ersten. 3,15 m ebenfalls sehr sicher im Ersten. Als ich dann die DLV – Jahresbesthöhe von 3,25 m auflegen lasse, werde ich fast schlagartig müde. Warum? Zu wenig getrunken? Auch schmerzt plötzlich mein rechtes Kniegelenk. Trotzdem versuche ich diese 3,25 m zu knacken. Aber ich unterlaufe zwei mal etwa einen dreiviertel Fuß! Auch die 3,30 m, die mich nochmal motivieren sollen, gelingen nicht mehr. Um 19:42 Uhr ist der letzte Versuch.

Schade, ich bin nicht nur deutlich müder geworden, sondern auch die Halle ist fast leer. Stabhochsprung vor leeren Rängen. Zudem ist es jetzt empfindlich kühl. Mehr als 10 Stunden aktiv mit Anreise, Warten, Einspringen, Warten, Wettkampf sind schon ziemlich stressig. Ich frage mich, ob es Wolfgang Ritte ebenso geht ? Der beginnt ja auch erst, wenn alle anderen schon fertig sind . Nun, auf mich wartet noch eine stürmische Rückreise nach Burgdorf, wo ich zusammen mit Karl Ochs gegen Mitternacht ankomme

Uff. Nie wieder Anreise am Tage des Wettkampfes ! Auch nicht wenn der Wettkampf erst spät Nachmittags stattfindet: Da hab ich mal wieder etwas dazu gelernt mit nun 60 ! Jürgen, 08.03.08

Persönliche Anmerkung: Dieselbe „Anreise“-Erfahrung habe ich bei der DM I im vergangenen Sommer genauso machen dürfen…