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Identifikation

17. Juni 2011

In der Nationalmannschaft startet man auch, um sein Land zu repräsentieren, was von der Mehrzahl der Mitglieder als Ehre empfunden wird. Man ist stolz darauf, sein Land vertreten zu dürfen. So geht es auch Seniorenstartern, die das Nationaltrikot überstreifen dürfen. Aber: Gibt es überhaupt „das“ Nationaltrikot?

Wenn man das Titelbild der jüngsten Senioren-Leichtathletik-Zeitschrift (Heft 7/11; Foto re) betrachtet, glaubt man zunächst nicht, dass hier zwei Läufer abgebildet sind, die ein einig Deutschland bei internationalen Seniorenmeisterschaften repräsentieren – zu unterschiedlich ist ihr Erscheinungsbild. Sicherlich trifft es zu, dass in Thionville/Yutz in Frankreich der eine für die 1., der andere für die 2. Deutsche Mannschaft an den Start geht. Dennoch repräsentieren beide Deutschland bei internationalen Meisterschaften im Ausland. Die Bilder von dieser Meisterschaft sind nicht geeignet, das Nationaltrikot als einendes Identifikationsmittel und –merkmal wahrzunehmen. Der Zuschauer ist irritiert, die Mitbewerber sind es auch.

Deswegen wäre es sicherlich förderlich, wenn alle Mitglieder einer einheitlichen Nationalmannschaft, als die sich diese fühlen, auch, wie es die allgemeinen Wettkampfbestimmungen vorsehen, in einem einheitlichen Nationaltrikot starten, auch wenn sie in unterschiedlichen Wettkämpfen an den Start gehen. Deutschland wäre besser repräsentiert. Der Verband müsste ein Interesse daran haben, dass seine Starter im einheitlichen Trikot an den Start gehen – der Athlet möchte auf jeden Fall Deutschland in dem Nationaltrikot repräsentieren.

Blasius Hippel

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6 Plätze

5. Februar 2011