Bernt Sterrenberg
19. Juli 2008 by Annette & Co.Manche wissen, dass ich die ersten gut 20 Jahre meiner Leichtathletikzeit beim VfL Lingen aktiv war. Mit meinem Trainer Arno Kosmider bin ich dann zur LG Emstal Dörpen gewechselt. Aber zu vielen VfL’ern habe ich noch guten Kontakt. Als ich bei der WM in San Sebastian startete, wünschte mir Bernt Sterrenberg alles Gute. Nur Tage später starb der aktive Seniorensportler dann bei einem Unfall. Seither gedenkt der VfL Lingen alljährlich seiner durch das Bernt-Sterrenberg-Senioren-Sportfest. In diesem Jahr findet es am Samstag, 30.08.2008 ab 14.30 Uhr im Lingener Emsland-Stadion statt, das an der Teichstraße 14 liegt; direkt nebenan befinden sich übrigens das Hallenbad Linus sowie ein kostenloser Platz für Wohnmobile. Das Startgeld beträgt 2 Euro.
Neben einem 5-Kampf finden Wettbewerbe über 200 m (ZL), 400 m (ZL), 1500 m, 5000 m, Weit- und Hochsprung, Kugelstoßen, Diskus-, Speer- und Hammerwurf statt. Die Ausschreibung findet sich hier. Der VfL hofft, dass in diesem Jahr mehr Teilnehmer aus nah und fern an diesem Wettkampf zum Andenken an Bernt Sterrenberg teilnehmen. Ich auch.
Meldungen bis Mi. 27. Aug. 2008 an Axel Hecht, Zum Neuen Hafen 14, 49808 Lingen(Ems) oder axel.hecht@ewetel.net.
Extrem
14. Juli 2008 by Annette & Co.Am Sonntagabend bin ich glücklich und zufrieden von der DM II aus Schweinfurt zurück gekommen. Dann las ich die ersten schrecklichen Meldungen vom “Extremberglauf” zur Zugspitze, bei dem am selben Tag zwei Mastersläufer gestorben sind. Ich bin tief erschrocken. Meine Gemütslage gibt dieser Kommentar von Birgit Lutz-Temsch aus der Süddeutschen am besten wieder:
Das dramatische Ende des Zugspitzlaufs mit zwei Toten ist besonders tragisch - weil es vermeidbar war. Die Veranstalter versagten, als sie Verantwortung übernehmen mussten.
Ein Kommentar von Birgit Lutz-Temsch
Der Lauf auf die Zugspitze hat mit dem Tod zweier Menschen ein tragisches Ende genommen. Der Sonntag steht symbolisch für eine Entwicklung, über die sich Bergwacht, Alpenverein und Hüttenwirte hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand schon lange beklagen: Immer mehr Menschen begeben sich allzu leichtfertig in Situationen, aus denen sie sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien können. Und sie geben ihre Verantwortung bei Bergführern oder Veranstaltern ab.
Der Extremsportevent auf die Zugspitze ist kein Stadtlauf in einer beliebigen Innenstadt, bei dem man sich jederzeit in einen geschützten Raum zurückziehen kann. Es ist ein Lauf über 2100 Höhenmeter durch hochalpines Gelände, in einem Gebiet, das für seine plötzlichen Wetterumschwünge bekannt ist. Dies sind Faktoren, die bei jedem Teilnehmer zu erhöhter Wachsamkeit führen müssten, die kein einziger der Teilnehmer ignorieren dürfte - gleich welche Aussage der Veranstalter trifft. Denn auch ein Veranstalter kann sich irren.
Viele Sportler, speziell Extremsportler, sind vor einer solchen Veranstaltung in ihrem Denken jedoch stark verengt: Manche bereiten sich monatelang vor, für einige ist dieser Lauf der Höhepunkt ihres Laufjahres. Dabei ist nicht jeder Bergläufer auch ein erfahrener Bergsteiger, oft ist er nicht geübt in der Wetterbeobachtung, weiß nicht, worauf er sich einlässt, wenn er im Tal steht und auf einen wolkenumhangenen Gipfel in knapp 3000 Meter Höhe blickt.
Was zählt, ist der Thrill des Außergewöhnlichen. Der Reiz, persönlich den höchsten Berg Deutschlands im Laufschritt zu bezwingen. Die Zugspitze - der Ort, an dem sich deutsche Nationalmannschaftsfußballer oder Spitzenpolitiker präsentieren - als Nonplusultra in einer expandierenden Freizeitgesellschaft.
Der Berg wird in dem Moment des Starts als eine Art Sportgerät betrachtet, der den Lauf den nötigen Schwierigkeitsgrad verleiht. Der Läufer konzentriert sich auf sich selbst und nichts anderes. Diesen Umstand kann man anprangern, man kann ihn geißeln, man kann in ihm eine generelle gesellschaftliche Entwicklung einer eindimensionalen Konsumhaltung sehen.
Was man jedoch als Veranstalter nicht darf, ist diesen Umstand zu ignorieren. Der Organisator eines hochalpinen Berglaufs muss nicht nur über die Risiken Bescheid wissen, die mit jedem Höhenmeter exponentiell steigen. Er kann sich auch nicht darauf berufen, dass gerade die Teilnehmer eines solchen Laufs wissen, wass sie sich zumuten können.
Im Gegenteil - der Ausrichter muss wissen, dass zumindest einige seiner Kunden diese Risiken aller Wahrscheinlichkeit spätestens nach dem Start unterschätzen. Denn mit dem Fortgang des Laufs tritt der Läufer in einen Zustand ein, der ihm den Blick auf die Realität weitgehend versperrt. Das Ziel will erreicht werden. Anders als ein hochalpiner Bergsteiger, für den ein mögliches Umkehren aufgrund widriger Bedingungen immer Teil seines Plans sein muss, existiert für den Bergläufer die Möglichkeit des Aufgebens in seinem Kopf nicht - sonst würde er es gar nicht auf den Gipfel schaffen.
2007 war der Zugspitzlauf wegen der schlechten Bedingungen verkürzt worden - was teils scharfen Protest der Läufer nach sich zog. Auch diesmal waren die Wetterverhältnisse in den Tagen vor dem Lauf im Zugspitzgebiet alarmierend. Auf sie hätte von einem umsichtigen Veranstalter, der die “Verrücktheit“ seiner Läufer kennt, dennoch deutlich reagiert werden müssen. Gerade als Organisator extremer Veranstaltungen muss man die Menschen manchmal vor sich selbst schützen.
Nun steht die Frage im Raum, ob gerade die Proteste der Sportler aus dem vergangenen Jahr dazu führten, dass der Lauf in diesem Jahr zu spät verkürzt wurde. Allem Anschein nach waren die Organisatoren mit der Situation überfordert. Das dramatische Ende des Zugspitzlaufs ist besonders tragisch, weil es vermeidbar war, hätte man die Zugspitze als das gesehen, was sie ist: Ein anspruchsvoller Berg, und keine kontrollierbare Event-Arena.
Nr. 1
10. Juli 2008 by Annette & Co.Vor ein paar Tagen habe ich Hallenweltmeister Dieter Tisch (ABC Ludwigshafen, M60) geschrieben und frozzelnd wegen seiner Startnummer 1 gelobt, unter der er in der Teilnehmerliste der DM II in Schweinfurt geführt wird.
Man soll aber bekanntlich nicht zu früh loben. Denn gerade sehe ich, dass Hochspringer Hans Peter Probst (LG Baar, M 75) dieselbe Startnummer 1 auch hat.
Da ist wohl wirklich in der Schweinfurter Vorbereitung manches durcheinander gegangen…
Hamburg
1. Juli 2008 by Annette & Co.Ich ärgere mich über die Internetseite des Hamburger Leichtathletikverbandes. Die Seite hat eine eigene Abteilung für die Seniorenleichtathletik. Das aber sollte eigentlich nicht bedeuten, dass sie besonders alte Informationen präsentiert.
Jedenfalls tut sich seit 2006 nichts auf dieser Seite. Man liest immer wieder:
BERICHTE
“Senioren-Europameisterschaft 2006 in Posen (Polen)
Die internationalen Masters Championchips haben sich als Höhepunkt der Senioren-Leichtathletik etabliert. In diesem Jahr war die polnische Stadt Posen der Gastgeber. Zwischen dem 19. und 30. Juli gingen 6.304 Athleten aus 40 Ländern an den Start. Der DLV stellte mit 681 Teilnehmern das größte Aufgebot aller Nationen. 15 Athleten davon kamen aus dem Bereich des Hamburger Leichtathletikverbandes…. “
Merke: Flotte Fotos und ein ansprechendes Äußeres können über veraltete Inhalte nicht hinwegtäuschen.
Sponsor
29. Juni 2008 by Annette & Co.Grundsätzlich winken Seniorenleichtathleten ab, wenn man sie auf Sponsoren anspricht. Es gibt (fast) keine. Und wenn es jemanden gibt, dann kann das Sponsoring auch in die Hose gehen. Ich lese in der Volksstimme aus Stendal dies:
Leider endet in Kevelaer für die Seniorinnen des Stendaler LV 92 die Meisterschaftssaison 2008. Der Hauptsponsor des Senioren-Teams ist schon 2007 seinen Zusagen nicht nachgekommen und auch für 2008 sinken die Hoffnungen immer mehr. Das heißt für die Nebelung und Co. “Good bye Europameisterschaft in Ljubljana”. Vielleicht findet sich ein neuer, zuverlässiger Sponsor, der das mit Welt- und Europameisterschafts-Medaillen dekorierte Team bei weiteren Höhepunkten unterstützen kann.
Da interessiert schon sehr, wer seine Sponsorzusagen nicht einhält und warum. Oder?
A-Jugend
25. Juni 2008 by Annette & Co.Es zählt zu den schönen Gepflogenheiten des Aachener Meyer&Meyer-Verlages, der das Magazin SeniorenLeichtathletik vertreibt, uns das neue Titelbild zuzusenden, um so bei unseren Lesern ein bisschen Appetit auf die nächste “SeLa” zu machen. Jetzt bekamen wir das Titelbild für Heft 7 und fragten, nicht ohne den Fotografen für das gute Diskuswurf-Titelfoto zu loben, den SeLa-Herausgeber:
“Welche A-Jugendliche ist denn das?”
Seine Antwort kam heute:
“Die Dame heißt Imke Overmann (LC Paderborn), Jahrgang 1972.”
Respekt, Imke. Sport hält jung!
Weniger
22. Juni 2008 by Annette & Co.Jetzt haben sich die Organisatoren in Kevelaer solche Mühe gemacht und seit Monaten eine Homepage ins Netz gestellt für die Deutsche Meisterschaften Senioren I.
Seit Freitag Nacht hat der DLV auf seiner Webseite die Teilnehmerliste veröffentlicht, aber die spezielle Homepage auf die auch viele Landesverbände und andere Webseiten hinweisen, hat diese Teilnehmliste auch heute, am Sonntagnachmittag, noch nicht übernommen. Na ja , wenigstens erfahren wir auf dieser Seite, wie viele Monate, Tage, Stunden, Minuten und Sekunden noch bis zum Start vergehen. Manchmal ist halt weniger doch mehr…
Stab gesucht
1. Juni 2008 by Annette & Co.Jürgen Rudert hat ein Problem mit seinem Stab und schreibt:
Hallo Annette,ist es auf diesem Wege möglich , mir vielleicht zu helfen ? Ich habe in Garbsen am 10.5. meinen besten Stab für diese Saison (Erwartung 3,50 m ) zerbrochen. Möglicherweise Materialfehler, denn er war sehr hart . Nun sind derzeit alle Möglichkeiten auf 3,50 m zu steigern dahin, da ich nur einen66/4,25 Stab habe. Der gibt nur 3,30 -3,40 m her . Ich suche also einen Stab, gebraucht ( 50 - 10 Euro - US-Spirit oder Pacer )4,25 m / 70 Kg - 4,40 m / 68 Kg - oder wenigstens einen 4,25 m / 68 Kg StabEs ist dringend ! Möchte mich vor den Deutschen in Schweinfurt noch daran gewöhnen .m. GrußJürgen Rudert , `TUS Empelde m48
631
25. Mai 2008 by Annette & Co.Als im Vorjahr der Meldeschluss für die WM in Riccione (Italien) erreicht war, weigerte sich der DLV, Nachmeldungen anzunehmen und an die WM-Veranstalter weiterzuleiten. 21 deutsche Senioren blieben zu Hause, während andere Nationen munter nachmeldeten. Damals argumentierte der DLV mit “Meldeschluss ist Meldeschluss und daran hat sich jeder zu halten!”.
In diesem Jahr legte der DLV selbst und eigenmächtig ein Meldedatum (20. Mai) für die EM in Ljubljana fest, 10 Tage vor dem offiziellen Meldeschluss am 30. Mai.
Was im Vorjahr noch vehement verteidigt wurde, nämlich “Meldeschluss ist Meldeschluss”, hat für den Herausgeber dieser Regelung, den DLV selbst, nun keine Gültigkeit mehr. Seit dem 20. Mai (DLV-Meldeschluss) ist die Anmeldezahl von 245 auf 631 (Stand: 25. Mai) angewachsen (so die Zahlen auf der DLV-Webseite). Kann jemand da eine Logik sehen?
Laut Duden ist “Logik” die Lehre von den Gesetzen, der Struktur, den Formen des Denkens; folgerichtiges Denken. Und auch wohl folgerichtiges Handeln.
Tobias Gegusch
